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Kurz für dich zusammengefasst:
FRANKFURT (dpa-AFX) – Die zuletzt gelockerte Haltung der Anleger gegenüber dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte vor dem Hintergrund neuer Entwicklungen wieder kippen. Am Wochenende hatte sich der Streit um die Straße von Hormus nach wechselseitigen Angriffen beider Seiten erneut bedrohlich zugespitzt.
Zum dritten Mal binnen einer Woche griff das US-Militär Ziele an der iranischen Südküste an. Als Reaktion nahmen Irans Streitkräfte US-Ziele in Jordanien und den Golfstaaten ins Visier und erklärten die Meerenge abermals für gesperrt. US-Präsident Donald Trump widersprach am Sonntag und sagte mit Blick auf die Straße von Hormus in der NBC-Sendung “Meet the Press”: “Sie ist offen”. Gespräche über eine diplomatische Lösung zur künftigen Verwaltung der Meerenge endeten am Samstag ohne Ergebnis.
Am Freitag keimte die Hoffnung auf, dass der Dax
Ob der deutsche Leitindex in den kommenden Tagen zulegt, hängt allerdings auch davon ab, ob wichtige US-Preisdaten nicht doch erneut die Angst vor anziehender Teuerung befeuern. Zudem könnten schwache Ergebnisse der US-Großbanken den Optimisten am Aktienmarkt einen Dämpfer verpassen.
Derzeit zeigt sich Analyst Ulf Krauss von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) noch vergleichsweise zuversichtlich. Nach dem jüngsten Kursrutsch des Dax als Reaktion auf die wieder aufgeflammten Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA hat sich der Leitindex zuletzt wieder gefangen. Anleger könnten dem Experten zufolge auf ein bekanntes Muster setzen: Mit dem erratischen Führungsstil des US-Präsidenten ist eine “Beruhigung” der Lage jederzeit möglich.
Für Turbulenzen könnten allerdings die US-Verbraucherpreise am Dienstag und die Produzentenpreise am Mittwoch sorgen, denn im Leitindex ist wohl bereits viel Zinshoffnung eingepreist. “Je höher der Turm, desto empfindlicher reagiert er auf Wind, und der Dax ist gerade ein hoher Turm”, sagte Roland Schmack, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Meine Werte. Das größte Risiko für das Börsenbarometer seien daher in der neuen Woche die Preisdaten aus den Vereinigten Staaten. Fielen diese höher als erwartet aus, geriete die Aussicht auf ein günstigeres Zinsumfeld sofort ins Wanken, auf der ein guter Teil der langjährigen Dax-Rally beruht.
Zweitens bleibt nach Schmacks Ansicht die Bewertung im Technologiesektor ein latentes Risiko, denn die Stimmung hängt an der Nervosität rund um KI-Investitionen und die Kapitalkosten der sogenannten Hyperscaler. Damit sind große Cloud-Computing-Dienstleister gemeint, die weltweit umfangreichen Speicherplatz und Rechenleistung bereitstellen.
Drittens bleiben geopolitische Risiken und politische Unsicherheiten dem Experten zufolge eine Belastung, insbesondere der Nahostkonflikt, die US-Handelspolitik und die Diskussion über die Unabhängigkeit der US-Notenbank. “Wer nach diesem Lauf noch auf der Kaufseite bleibt, sollte die Stoppkurse enger ziehen als sonst”, mahnte Schmack.
In den USA nimmt zudem die Berichtssaison der Unternehmen zum zweiten Quartal Fahrt auf. Traditionell eröffnen die großen Banken den Zahlenreigen. Am Dienstag legen JPMorgan
Mit den Ergebnissen der US-Banken entscheidet sich, ob die Rekordlaune der Anleger Substanz hat oder nur von Zinshoffnungen getragen wird, sagte Vermögensverwalter Ortay Gelen von Axia Asset Management. Sollten die Finanzhäuser überzeugen, dürfte wenig den Dax von seinem Kurs in Richtung historischer Höchststände abbringen.
Hierzulande spielt die Berichtssaison noch eine geringere Rolle. Am Dienstag legt der Verpackungshersteller Gerresheimer
Schon am Montag steht der Abschluss des fünften klassischen Börsengangs in Deutschland in diesem Jahr auf der Agenda. Der Mastsysteme-Hersteller Smag Mobile Antenna Masts
— Von Lutz Alexander, dpa-AFX —
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