Das traditionelle 60/40-Depot steht zunehmend in der Kritik. Ein Manager von BlackRock favorisiert eine neue Aufteilung – mit 20 Prozent Anteil für private Märkte.
60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen: Diese klassische Mischung erhält Konkurrenz. Fabio Osta, BlackRock-Manager, rät wohlhabenden Kunden zu einer alternativen Gewichtung. Gegenüber „CNBC“ am Rande der IPEM Global in Paris erläuterte er die Neuausrichtung.
Sein Vorschlag: 50 Prozent Aktien, 30 Prozent Anleihen und 20 Prozent Private Markets, also außerbörsliche Investments. Angebotsseitige Schocks, Inflation und volatile Rentenmärkte belasten das klassische 60/40-Konstrukt.
Künstliche Intelligenz als zentraler Impulsgeber
Als wesentlicher Motor gilt die künstliche Intelligenz. Osta betrachtet den Ausbau dieser Technologie als außergewöhnliche Investmentgelegenheit. BlackRock teilt den Zyklus in drei Etappen: zuerst der Aufbau, dann die breite Nutzung und über das nächste Jahrzehnt hinweg die tiefgreifende Transformation.
Wie nah KI und Private Markets inzwischen beieinanderliegen, verdeutlicht Mistral: Das Unternehmen sammelte jüngst 3 Milliarden Euro ein – mit Beteiligung von BlackRock.
Selektives Investieren bleibt ausschlaggebend
Die Größenordnungen sind enorm: Laut Osta dürfte das global verwaltete Vermögen in alternativen Anlagen bis 2030 von 20 auf 30 Billionen US-Dollar steigen. Treiber sind institutionelle Anleger und wohlhabende Privatkunden.
Neben KI führt Osta Energiewende, Demografie und Urbanisierung als zentrale Trends an. Dennoch reicht die gewaltige Marktdynamik nicht aus – ausschlaggebend ist aus seiner Sicht die sorgfältige Auswahl der Investments.