Lediglich fünf Prozent der jungen Erwachsenen erwarten, dass die gesetzliche Rente ihren gewohnten Lebensstandard im Alter absichert. So reagiert die Gen Z auf diese Befürchtung.
Unter jungen Menschen in Deutschland nimmt das Vertrauen in die gesetzliche Rente spürbar ab. In einer Forsa-Erhebung im Auftrag des Kreditkartenanbieters Visa und der Direktbank ING sagten nur noch knapp die Hälfte (49 Prozent) der 1003 repräsentativ befragten 18- bis 30-Jährigen, dass sie im Alter mit staatlichen Zahlungen rechnen. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 56 Prozent.
In der aktuellen Juni-Befragung glauben lediglich fünf Prozent, dass die gesetzliche Rente ausreichen wird, um den bisherigen Lebensstandard im Alter zu halten. Die Angst vor Altersarmut (79 Prozent) zählt – nach den steigenden Lebenshaltungskosten (90 Prozent) und der wirtschaftlichen Lage in Deutschland (90 Prozent) – zu den größten Sorgen der Gen Z.
Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmenden (53 Prozent) spart nach eigenen Angaben gezielt für den Ruhestand. Vier von zehn (41 Prozent) sind der Ansicht, bereits ausreichend fürs Alter vorzusorgen.
Neues Altersvorsorgedepot für viele noch kaum bekannt
Die geplante staatliche Förderung ist noch nicht überall angekommen: Zwar gaben 58 Prozent an, bereits vom Altersvorsorgedepot gehört zu haben, das 2027 starten soll. 41 Prozent davon kennen nach eigener Aussage jedoch keine Details. Und der verbleibende Teil der 1003 Befragten hat bislang noch gar nichts davon gehört.
Mit dem Altersvorsorgedepot sollen Sparerinnen und Sparer privat fürs Alter investieren können. Einzahlungen werden vom Staat mit Zulagen gefördert, und Erträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei. Zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) finden dieses Modell attraktiv, 15 Prozent sehen es kritisch, der Rest ist noch unentschlossen.
- Verbraucherschützer warnen beim Altersvorsorgedepot vor hohen Gebühren. Welche Tipps Sparer beachten sollten, lesen Sie hier.