Bernstein sieht Bitcoin bis zur Jahresmitte 2027 bei 150.000 US-Dollar und bis 2029 bei 300.000 US-Dollar. Beschleunigt sich die Abkehr von Papierwährungen, gelten sogar 500.000 US-Dollar als denkbar.
Die Analysten von Bernstein prognostizieren, dass Bitcoin bereits bis Mitte 2027 auf 150.000 US-Dollar steigen könnte und im Jahr 2029 mit etwa 300.000 US-Dollar einen neuen Zyklusgipfel markiert. Sollte sich der sogenannte „Debasement Trade“ verstärken, hält das Investmenthaus sogar einen Anstieg auf 500.000 US-Dollar für möglich.
40 Billionen US-Dollar Schulden stellen die Spielregeln auf den Kopf
Nach Einschätzung von Bernstein hat sich das makroökonomische Umfeld grundlegend verschoben. Die lange Phase fallender Zinsen sei beendet, während Staaten mit immer höheren Schuldenständen und steigenden Finanzierungskosten zu kämpfen haben.
Die US-Staatsverschuldung hat erstmals die Schwelle von 40 Billionen US-Dollar gerissen und sich damit seit 2016 in etwa verdoppelt. Höhere Renditen können einen ungünstigen Kreislauf anstoßen: Zinsausgaben steigen, die Defizite weiten sich aus, und zusätzlicher Finanzierungsbedarf lässt die Schuldenlast weiter anwachsen.
Vor diesem Hintergrund erwartet Bernstein, dass politische Entscheidungsträger auf lange Sicht eher eine schleichende Entwertung der Währungen in Kauf nehmen, statt zunehmenden fiskalischen Druck zu riskieren.
Bitcoin als Zufluchtsort
Genau hier setzt der „Debasement Trade“ an: Anleger orientieren sich verstärkt an knappen Assets, deren Angebot nicht beliebig vermehrt werden kann. Neben Gold rückt dadurch Bitcoin wieder stärker in den Fokus.
Zusätzlich verweist Bernstein auf eine zunehmend stabile Halterstruktur. Rund 59 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots seien in den vergangenen zwölf Monaten nicht bewegt worden. Parallel erleichtern Spot-Bitcoin-ETFs institutionellen wie privaten Anlegern den Marktzugang.
Ein mögliches Paradies für Strategy
Von einer anhaltenden Bitcoin-Hausse dürfte insbesondere Strategy profitieren. Das Unternehmen gilt als größter börsennotierter Firmenhalter von Bitcoin weltweit und kontrolliert etwa vier Prozent des Gesamtbestands.
Die Bilanz hat sich zuletzt wieder gefestigt. Sollte sich der Bitcoin-Kurs weiter erholen und die hochverzinsliche Vorzugsaktie STRC erneut in Richtung 100 US-Dollar tendieren, könnte Strategy laut Analyst Gautam Chhugani seine Bitcoin-Zukäufe deutlich ausweiten.
Bernstein bleibt daher bei der Einstufung „Outperform“ für Strategy, senkt das Zwölfmonatsziel jedoch von 450 auf 350 US-Dollar.