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Donald Trump kündigte einen schlankeren Staat und sinkende Schulden an. Tatsächlich hat die US-Staatsverschuldung inzwischen die Schwelle von 40 Billionen US‑Dollar überschritten. Eine nächste Budgetkrise könnte harte politische Entscheidungen erzwingen.
Kurz und bündig:
Die US-Schulden stehen auf einem neuen Rekordhoch. Obwohl Donald Trump im Wahlkampf versprach, den Staatsapparat zu verkleinern, Ausgaben zu reduzieren und das Defizit über Wachstum einzudämmen, kletterte die Verschuldung in den ersten 19 Monaten seiner zweiten Amtszeit auf über 40 Billionen US‑Dollar.
Zugleich gingen die Staatsausgaben nicht zurück. Der Schuldendienst verteuerte sich, weil die Renditen am Anleihemarkt zuletzt den höchsten Stand seit nahezu zwei Jahrzehnten erreichten. Fachleute warnen vor einer sich zuspitzenden Haushaltslage, die künftige Regierungen zu unpopulären Maßnahmen zwingen könnte.
“Es gibt kein Szenario, in dem man die Bilanz von US-Präsident Trump als finanzpolitischen Erfolg bezeichnen könnte”, zitiert Reuters Maya MacGuineas vom Committee for a Responsible Federal Budget. Zwar habe Trump eine schwierige Ausgangslage übernommen, seine Politik habe die Situation aber weiter verschärft.
Ein zentrales Element sind die Steuersenkungen. Nach Berechnungen des Committee for a Responsible Federal Budget erhöhten Trumps Maßnahmen in seiner ersten Amtszeit die Verschuldung um 8,4 Billionen US‑Dollar. Seine Steuer- und Einwanderungspolitik der zweiten Amtszeit könnte dem Congressional Budget Office zufolge weitere 4,7 Billionen US‑Dollar addieren.
Das Weiße Haus hält dagegen und verweist auf Einschnitte bei Behörden und Programmen. Sprecher Kush Desai erklärte, Trump sei gegen Verschwendung und Missbrauch in der Bundesregierung konsequent vorgegangen.
Trump setzt weiterhin auf kräftiges Wachstum als Ausweg. “Das Wachstum wird das ganz leicht regeln”, sagte er im August. Ökonomen bleiben jedoch skeptisch. Fed-Chef Kevin Warsh warnte, der KI-Investitionsboom binde Kapital und erhöhe damit die Finanzierungskosten für Staat und Unternehmen.
Robert Sockin, US-Chefvolkswirt bei PGIM, sieht die Fiskallage weiter unter Druck. Steigende Zinsen, höhere Verteidigungsausgaben und ein Defizit von rund 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts könnten den Schuldenanstieg zusätzlich befeuern.
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