Swift nimmt sein blockchainbasiertes System für grenzüberschreitende Zahlungen erstmals in den Live-Betrieb. 17 Großbanken erproben tokenisierte Einlagen; Überweisungen sollen künftig auch nachts und an Wochenenden möglich werden.
Swift hat ein auf Blockchain basierendes System für internationale Zahlungen für eine erste Nutzung freigeschaltet. Das Netzwerk soll Transaktionen für Kundinnen und Kunden auch außerhalb der üblichen Bankzeiten erlauben – nachts und am Wochenende. Die finale Abwicklung erfolgt weiterhin über bestehende Systeme. An den initialen Live-Tests mit tokenisierten Einlagen beteiligen sich 17 Banken aus mehreren Ländern.
Bereits im September 2025 hatte Swift seine Pläne für das System präsentiert. Die Zielsetzung geht über klassische Banküberweisungen hinaus und umfasst perspektivisch weitere digitale Vermögenswerte wie Stablecoins.
- Überweisungen sollen rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende, möglich werden
- 17 Institute bereiten erste Live-Transaktionen mit tokenisierten Einlagen vor
- Die Endabwicklung erfolgt vorerst über die bestehenden Zahlungssysteme
- Die fehlende Interoperabilität bleibt ein zentrales Problem im Markt
- Stablecoins und tokenisierte Bankeinlagen gewinnen im Zahlungsverkehr an Bedeutung
Banken und Marktinfrastrukturanbieter erproben seit Jahren Blockchain-Lösungen, doch ein breiter kommerzieller Durchbruch steht bisher aus. Ein Grund ist, dass viele Institute eigene Plattformen geschaffen haben, die nicht nahtlos zusammenarbeiten, wie „Bloomberg“ berichtet.
Gleichzeitig wächst der Druck, gemeinsame Standards zu etablieren. Erst vor wenigen Tagen kündigten über 100 Finanzunternehmen eine gemeinsame Stablecoin an; zudem planen große US-Banken ein Netzwerk, das tokenisierte Einlagen mit klassischen Zahlungssystemen verbindet.