Aufrufe: 465
Kurz zusammengefasst:
Quelle: – ©unsplash.com:
Im Februar gingen nach revidierten Angaben gegenüber dem Vormonat 133.000 Arbeitsplätze verloren. Von Januar bis März entstanden im Mittel jedoch 68.000 Stellen. Das ist der höchste Wert seit nahezu einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote im März fiel überraschend auf 4,3 Prozent. Fachleute hatten hingegen mit einem Verharren auf dem Vormonatswert von 4,4 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich zum Vormonat lediglich um 0,2 Prozent. Analysten hatten hier ein Plus von 0,3 Prozent erwartet.
Aufgrund des Feiertags in den USA und Europa fielen Reaktionen von Experten spärlich aus. Von Bloomberg befragte Volkswirte rechnen bis Juni mit weiterem Stellenaufbau. Die Fußball-WM dürfte vor allem im Freizeit- und Beherbergungsgewerbe zusätzliche Einstellungen anstoßen.
Zudem erwarten die Experten ein zyklisches Wiedererstarken des Transportsektors. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs dürften erst in der zweiten Jahreshälfte spürbar werden. Dann dürfte die Arbeitslosenquote deutlicher anziehen.
Ökonomen von ING lobten den kräftigen Stellenzuwachs. Das zeige, dass die USA gut aufgestellt seien, dem wirtschaftlichen Gegenwind infolge des Konflikts im Nahen Osten zu trotzen. Allerdings konzentriert sich das Jobwachstum auf wenige Branchen. Steigende Unsicherheit und Vorsicht dürften Arbeitgeber von einem schnelleren Personalaufbau abhalten.
Die Aktienmärkte können auf den wichtigsten US-Konjunkturindikator des Monats erst am Montag reagieren. Die Wall Street und andere wichtige Börsen bleiben am Freitag geschlossen. Im verkürzten US-Anleihehandel kam es zu leichten Verlusten, und der Euro stand etwas unter Druck.
Die Arbeitsmarktdaten schwächten die Erwartungen an Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Allerdings ist der Handel an beiden Märkten wegen der feiertagsbedingten Abwesenheit vieler Teilnehmer dünn und daher nur eingeschränkt aussagekräftig.
Die Entwicklung des Arbeitsmarkts ist ein wesentlicher Faktor für die Zinspolitik der US-Notenbank. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs dürfte der Arbeitsmarktbericht diesmal allerdings ohnehin einen geringeren Einfluss auf die Stimmung der Anleger haben als üblich./he/zb
Hinweis:
ARIVA.DE stellt in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen bereit.
Die ARIVA.DE AG übernimmt keine Verantwortung für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt wurden, und macht sich diese nicht zu eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist ausschließlich der genannte Dritte.
Weitere Beiträge des Autors