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Kurz zusammengefasst:
In den vergangenen Monaten attackierte die Ukraine wiederholt Einrichtungen der russischen Ölindustrie und verursachte zeitweise Engpässe auf dem russischen Treibstoffmarkt. Moskau reagierte mit gezielten Schlägen auf ukrainische Anlagen und nahm vereinzelt auch Tankstellen ins Visier. Auf dem Schwarzen Meer griffen beide Kriegsparteien Ziele der Gegenseite an.
Trump hatte Selenskyj erst am Vortag aufgefordert, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, und ihn mitverantwortlich für eine globale Dieselknappheit gemacht. “Er muss aufhören, die Dieselversorgung in Russland lahmzulegen”, sagte Trump in Doonbeg an der irischen Westküste vor Journalisten. Nicht erwähnt wurde von Trump, dass die jüngste Energiekrise nach Ansicht von Kritikern durch den US-Krieg gegen den Iran und die Lage in der Straße von Hormus mit ausgelöst wurde.
Selenskyj strebt Gespräch mit Trump an
Trump erklärte zudem, die USA hätten mit Selenskyj bereits über Angriffe auf den Energiesektor gesprochen. “Es gibt jede Menge andere Ziele. Er darf keine Dieselanlagen angreifen, denn das schadet der ganzen Welt.” Seit Sonntag wurden keine neuen Attacken auf Energieanlagen der Konfliktparteien gemeldet.
Selenskyj hatte zuvor angekündigt, er wolle sich am 20. oder 21. September in New York mit Trump treffen, um über Feuerpausen auf See sowie für Energieanlagen zu sprechen. “Wir sind offen für eine entsprechende Feuerpause in den Bereichen Seeverkehr und Energie”, sagte er im ukrainischen Fernsehen. Er werde dies mit dem US-Präsidenten erörtern, sofern es zu dessen Plänen passe und es Selenskyj gelinge, nach New York zu fliegen.
Selenskyj äußert Zweifel an Moskaus Aufrichtigkeit
Auf X schrieb Selenskyj, er habe den Partnern der Ukraine vorgeschlagen, mit Russland eine Vereinbarung zu schließen, die die Zerstörung kritischer Infrastruktur beendet. Russische Angriffe zielten vor allem auf die Versorgung mit Lebensmitteln und Energie. Zugleich bezweifelte Selenskyj, dass Russland sich an eine Abmachung halten würde.
“Wenn unsere Partner sicherstellen können, dass Russland tatsächlich davon Abstand nimmt, unser Stromnetz, andere Energieanlagen, kritische Infrastruktur und Versorgungswege für Lebensmittel anzugreifen, dann sind wir selbstverständlich bereit, eine entsprechende Einstellung unserer Angriffe zu gewährleisten”, schrieb er. Dies dürfe jedoch nicht nur für die Dauer der russischen Duma-Wahlen vom 18. bis 20. September gelten./alz/DP/jha
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