FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Marke von 25.000 Punkten bleibt für den Dax eine zähe Hürde. Nachdem sich der deutsche Leitindex zum Wochenauftakt erneut deutlich von dieser Schwelle nach oben abgesetzt hatte, folgte am Dienstag die nächste Delle. Für Ernüchterung sorgte diesmal eine in Asien gestartete Korrektur bei Profiteuren des Megatrends Künstliche Intelligenz (KI), die am Nachmittag an den US-Börsen weiterlief.
Für dich zusammengefasst:
Mit einem Minus von 0,98 Prozent auf 24.893,58 Punkte verabschiedete sich der Dax aus dem Xetra-Handel, nachdem er sich zuvor etwas vom Tagestief gelöst hatte. Der MDax verlor 1,37 Prozent auf 32.129,10 Zähler. Auch europaweit schrieben einige Börsen rote Vorzeichen: Der EuroStoxx 50 schloss 1,28 Prozent tiefer bei 6.230,55 Punkten. Außerhalb des Euroraums, in London und Zürich, standen hingegen moderate Gewinne zu Buche. In New York liegt der technologielastige Nasdaq 100 derzeit 2,0 Prozent im Minus.
Trotz der Erholung vom Tagestief habe sich das charttechnische Bild nach dem abermaligen Scheitern an der 25.000er-Marke verschlechtert, so Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Spürbare Rücksetzer bei Technologiewerten belasteten die Stimmung, während eine mögliche Entspannung im Nahost-Konflikt bereits in den Kursen enthalten sei und somit als positiver Impuls wegfalle.
Europäische Titel, die zuvor stark von der KI-Euphorie profitiert hatten, folgten der internationalen Entwicklung nach unten. Im Bereich Energietechnik galt das für Siemens Energy und den frisch in den Dax aufgerückten Baukonzern Hochtief . Siemens Energy gaben 3,9 Prozent nach, Hochtief verloren 4,3 Prozent. Beide Aktien zählten in den vergangenen Monaten zu den Profiteuren der massiven Investitionen in Rechenzentren.
Noch deutlicher fielen die Rückgänge im globalen Halbleitersektor aus: Hierzulande büßten Infineon (Infineon Aktie) 6,3 Prozent ein und entfernten sich damit ein Stück von ihrem 26-Jahreshoch. Die Anteilsscheine der Branchenausrüster Suss Microtec , Aixtron und PVA Tepla gaben um bis zu elf Prozent nach.
Die Messlatte im Chipbereich liegt laut Jochen Stanzl von der Consorsbank hoch. Entsprechend richtet sich der Blick bereits auf die für Mittwochabend erwarteten Zahlen von Micron . Diese dürften, so der Marktanalyst, zu einem Stresstest für den gesamten Sektor werden. Nach der Vervierfachung der Micron-Aktie in diesem Jahr würden wohl nur noch außergewöhnlich starke Quartalszahlen überzeugen.
Abseits der Tech-Werte rückte RWE in den Fokus: Die jüngsten Spekulationen über eine Mehrheitsübernahme des Übertragungsnetzbetreibers Amprion bestätigten sich. Zur Finanzierung hatte sich der Konzern bereits am Vortag per Kapitalerhöhung frisches Geld besorgt. Die Aktie schloss 0,1 Prozent im Plus.
Beim Wohnimmobilienkonzern Vonovia (Vonovia Aktie) sorgte eine Wandelanleihe derweil für einen Abschlag von 2,9 Prozent. Üblicherweise droht Anlegern hierbei ein Verwässerungseffekt, sobald die Anleihe später in Aktien getauscht wird.
Gewinner waren in der Dax-Familie insgesamt rar. Das Index-Schwergewicht SAP (SAP Aktie) legte um 1,7 Prozent zu und bot damit ein zu kleines Gegengewicht zum schwachen Markttrend. Softwarewerte hatten sich zuletzt gegen den restlichen Tech-Sektor auffallend schwach entwickelt – aus Sorge vor einer möglichen Bedrohung durch KI.
Im MDax stach DWS mit einem Anstieg von 4,2 Prozent hervor. Analyst Arnaud Giblat von der Investmentbank Exane BNP hob die Aktien des Fondsanbieters angesichts einer starken Geschäftsdynamik auf “Outperform” an. Mit seinem neuen Kursziel von 74 Euro liegt er deutlich über dem bisherigen Rekordhoch der Aktie von 65,80 Euro aus dem Februar, das am Dienstagmittag erneut erreicht wurde./ck/jha/
— Von Claudia Müller, dpa-AFX —
Dein Kommentar zum Artikel im Forum
Werbung
Strategie
Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG9DKT0
, DE000NB52SS1
, DE000NB59MK6
, DE000NB6Q8X6
, DE000NB2RWD9
, DE000NB4YX39
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.