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finaktien.de > Blog > Unterhaltung > Überblick/Frankfurter Börse: Dax rutscht auf Tagestief – Siemens drückt den Index – 13.11.25 – Meldung
Unterhaltung

Überblick/Frankfurter Börse: Dax rutscht auf Tagestief – Siemens drückt den Index – 13.11.25 – Meldung

Last updated: November 13, 2025 5:16 pm
Klaus Meyer
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dpa-AFX &nbsp|&nbsp 13. November 2025, 18:08


Aufrufe: 55

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax ist am Donnerstag wegen Gewinnmitnahmen unter Druck geraten. Besonders am Nachmittag nahm der Verkaufsdruck zu, nachdem die US-Börsen schwächer eröffnet hatten. Der jüngste Aufwärtstrend kam damit ins Stocken. Dass der Teilstillstand der US-Regierung (Shutdown) beendet ist, ließ die Anleger kalt – stärker wogen die deutlichen Verluste beim Index-Schwergewicht Siemens.

Kurz zusammengefasst:

Der deutsche Leitindex schloss im Xetra-Handel 1,39 Prozent im Minus bei 24.041,62 Punkten und damit knapp über dem Tagestief. Nach dem Ende des Shutdowns müsse nun wieder mit potenziell belastenden US-Konjunkturdaten gerechnet werden, sagte Börsenexperte Andreas Lipkow. In den kommenden Wochen dürften zahlreiche während des Stillstands ausgefallene US-Daten nachgereicht werden – und diese seien laut Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets wohl „mit einer sehr hohen Fehlerquote behaftet“. Das mache es der US-Notenbank Fed bei den nächsten Zinsentscheidungen entsprechend schwer.

In besserer Verfassung zeigte sich der MDax . Getragen von positiven Reaktionen auf zahlreiche Quartalsberichte mittelgroßer Unternehmen überwand er zeitweise sogar wieder die Marke von 30.000 Punkten. Am Ende blieb jedoch nur ein Plus von 0,12 Prozent auf 29.610,57 Zähler.

Auch europaweit gaben viele Indizes ihre zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab und schlossen schwächer. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,77 Prozent auf 5.742,79 Punkte ein. Verluste wurden ebenso in der Schweiz und in Großbritannien verzeichnet.

Der bislang längste Shutdown endete am frühen Morgen (MEZ) mit der Unterschrift von US-Präsident Donald Trump unter den zuvor vom Parlament verabschiedeten Übergangshaushalt. Dieser gilt bis Ende Januar. Sollte bis dahin kein regulärer Haushalt beschlossen sein, droht ab Februar ein erneuter Shutdown. An den Börsen war das absehbare Ende des Stillstands zuletzt bereits vorweggenommen und teils mit Rekorden gefeiert worden. Auch der Dax hatte in den vergangenen drei Tagen deutlich zugelegt, sodass das Rekordhoch von Anfang Oktober bei 24.771 Punkten wieder in Reichweite rückte.

Am Donnerstag standen erneut zahlreiche Unternehmenszahlen im Fokus. Im Dax richtete sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Deutsche Telekom , den Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA (Merck KGaA Aktie) sowie Siemens (Siemens Aktie) . Zudem legten viele Unternehmen aus MDax und SDax ihre Quartalsberichte vor.

Spitzenreiter im Leitindex war Merck mit einem Plus von 5,0 Prozent. Zwischenzeitlich kletterte die Aktie nach überraschend starken Quartalszahlen auf den höchsten Stand seit Mitte Mai.

Die seit Längerem schwächelnde „T-Aktie“ drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und schloss 0,2 Prozent tiefer. Auf dem Heimatmarkt habe die Telekom schlechter als erwartet abgeschnitten, was jedoch weitgehend durch positive Überraschungen in anderen Regionen kompensiert worden sei, erklärte JPMorgan.

Siemens bildete mit einem Minus von 9,4 Prozent das Schlusslicht, und die Aktie der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers verlor 3,4 Prozent. Neben den vorgelegten Quartalszahlen und den Aussagen zum Ausblick mussten die Anleger auch die mittelfristigen Ausgliederungspläne für die Medizintechniktochter verdauen.

Im MDax legte Bilfinger nach angehobenen Jahreszielen des Industriedienstleisters und nach einmonatiger Korrektur um 9,3 Prozent zu. Die Aktie von Delivery Hero gab nach zunächst positiv aufgenommenen Zahlen letztlich 2,5 Prozent nach. Kurzfristig dürfte der Essenslieferant zugunsten der Marktführerschaft die Profitabilität hintanstellen, hieß es von der kanadischen Bank RBC.

Im SDax setzte die Aktie von Heidelberger Druck ihre kräftige Erholung mit einem Plus von 9,8 Prozent rasant fort. Die LBBW hatte am Mittwoch im Anschluss an den Halbjahresbericht zum Kauf geraten. Eckert & Ziegler stiegen als zweitstärkster Wert um 8,4 Prozent. Umsatz und Gewinn legten im dritten Quartal weiter zu, womit der Strahlen- und Medizintechnikspezialist die Probleme aus dem Frühjahr zunehmend hinter sich lässt. Das Papier des Nutzfahrzeugzulieferers Jost Werke fiel nach einer laut Analysten „soliden Profitabilität“ positiv auf und gewann 8,2 Prozent./ck/he

— Von Claudia Müller, dpa-AFX —

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