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Für dich zusammengefasst:
Zugleich wurde der Zuwachs im Verarbeitenden Gewerbe für April nachträglich von 0,4 auf 0,2 Prozent nach unten korrigiert.
Die Gesamtproduktion umfasst vor allem Industrie, Energieerzeugung und Bau. Im Mai legte die Industrieproduktion um 0,8 Prozent zu; im bisherigen Jahresverlauf kamen die Impulse vor allem aus Energie- und Bauwirtschaft. Die Erholung der Industrie wurde maßgeblich von der Autobranche getragen, deren Output saison- und kalenderbereinigt um 3,6 Prozent gegenüber dem Vormonat stieg.
Bereits am Montag hatten überraschend robuste Auftragseingänge in der Industrie für positive Signale gesorgt. Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen spricht von einem Lebenszeichen der Produktion. Die aktuellen Daten nährten die Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal trotz der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Energiepreise und der erhöhten Unsicherheit nicht geschrumpft sei. Für das zweite Halbjahr rechnet er angesichts der zuletzt deutlich gefallenen Ölpreise mit einer Fortsetzung der Erholung.
Auch Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sieht die bislang vorliegenden harten Indikatoren als Hinweis auf ein positives Wachstum im zweiten Quartal. Er verweist zudem auf deutlich gestiegene Einzelhandelsumsätze im Mai. Damit könnte die deutsche Wirtschaft eine gewisse Widerstandskraft gegenüber den Entwicklungen im Nahen Osten gezeigt haben.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hebt hingegen starke Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen hervor. Zwar sei der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zuletzt wieder angelaufen, die Unsicherheit über eine Normalisierung der Handelsaktivitäten bleibe jedoch hoch. Angesichts weiterhin volatiler Auftragseingänge und anhaltender Lieferkettenstörungen sei eine breit angelegte Erholung der Industriekonjunktur derzeit noch nicht in Sicht.
Für die Industrie bleibt die Entwicklung im Nahen Osten ein wesentlicher Faktor. Die Hoffnung auf eine tragfähige Lösung im Iran-Krieg hat die Ölpreise zuletzt spürbar gedrückt, was die Branche über sinkende Energiekosten entlastet.
Mit fallenden Ölpreisen sinkt zudem die Wahrscheinlichkeit weiterer Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Im Juni hatte die Notenbank den Satz um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Höhere Zinsen verteuern Kredite, bremsen Investitionen und dämpfen die Nachfrage./jsl/mis/stk
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