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Kurz zusammengefasst:
Zuvor drohten die Gefechte die von Trump angestrebte Vereinbarung zur Befriedung des Konflikts zu torpedieren. Der Republikaner versicherte jedoch in mehreren Beiträgen, dass weiter an einer zeitnahen Lösung gearbeitet werde.
Heftige Gegenschläge zwischen Israel und Iran
Seit dem frühen Morgen flog das israelische Militär nach eigenen Angaben mehrere Einsätze gegen Ziele im Iran als Reaktion auf den vorausgegangenen Raketenbeschuss aus Teheran. Die Armee sprach von einer “umfangreichen Operation”. Dutzende Kampfflugzeuge hätten dabei “strategische Verteidigungseinrichtungen” der iranischen Führung attackiert. Zudem sei im Südwesten des Landes eine Anlage der petrochemischen Industrie getroffen worden.
Der Iran reagierte wiederum mit mehreren Angriffswellen. In zahlreichen Orten im Norden, Süden und Zentrum Israels heulten die Sirenen, die Bevölkerung wurde zum Aufsuchen von Schutzräumen aufgerufen. Aus den betroffenen Regionen wurden Explosionen gemeldet, während die Luftabwehr versuchte, anfliegende iranische Geschosse abzufangen. Nach Angaben israelischer Armeekreise feuerte der Iran seit Sonntagabend mehr als 20 ballistische Raketen Richtung Israel.
Iran beendet nach eigenen Angaben die Angriffe
Am Nachmittag erklärte die iranische Militärführung ihre Attacken auf Israel für abgeschlossen. Zur Unterstützung des Libanon habe die Islamische Republik Israel eine “schmerzhafte Antwort” erteilt, hieß es in einer über den Staatsrundfunk verbreiteten Mitteilung. “Vor diesem Hintergrund wird die Beendigung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben.”
Sollten die Kampfhandlungen anhalten, darunter israelische Angriffe im Südlibanon, würden “härtere und vernichtendere Maßnahmen als bisher” folgen, drohte das militärische Hauptquartier Chatam al-Anbjia. Kurz darauf meldete Israels Armee neue Einsätze im Süden des Libanon. Die Hisbollah feuerte ihrerseits Raketen auf dort stationierte israelische Soldaten.
Iran schließt seinen Luftraum vorläufig
Der Iran sperrte unterdessen seinen gesamten Luftraum. Das Flugverbot gelte bis auf Weiteres, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Alle Verbindungen an iranischen Flughäfen seien gestrichen.
Nach iranischen Angaben wurden bei den israelischen Luftangriffen 15 Menschen verletzt, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Rettungsdienste. Todesopfer habe es bislang nicht gegeben. 14 der Verletzten stammen demnach aus der Provinz Chusestan im Süden, eine Person aus der Hauptstadt Teheran.
Trump: Gespräche laufen weiter
US-Präsident Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social beide Seiten zum sofortigen Stopp der Angriffe aufgefordert. Kurz darauf erklärte er, Iran und Israel erwögen einen “sofortigen Waffenstillstand”. Die Verhandlungen über eine Friedenslösung würden fortgesetzt und sollten “zügig” vorankommen. Die Seeblockade der Straße von Hormus bleibe unterdessen bestehen, schrieb Trump.
Der Iran begründete seine ersten Angriffe am Sonntagabend mit “wiederholten Verstößen” der israelischen Armee gegen die separat vereinbarte, aber sehr fragile Waffenruhe im Libanon. Konkret reagierte Teheran damit auf israelische Angriffe in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut. Israel nahm nach eigenem Bekunden als Reaktion auf Beschuss durch die Hisbollah “Terroristen-Hauptquartiere” ins Visier. Die schiitische Miliz ist der wichtigste nichtstaatliche Verbündete Irans.
Zwei fragile Waffenruhen
Israel und der Libanon hatten sich am vergangenen Donnerstag auf einen neuen Anlauf zur Umsetzung einer Waffenruhe verständigt. Bedingung war unter anderem, dass die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel vollständig einstellt. Die Miliz war an den Gesprächen nicht beteiligt, lehnte die Vereinbarung strikt ab und setzte ihre Attacken fort. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah.
Neben der fragilen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon gilt seit dem 8. April eine zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Feuerpause. Am 28. Februar hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran aufgenommen.
Sind die Verhandlungen zwischen USA und Iran in Gefahr?
Trump strebt ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran an, um den Konflikt langfristig zu beenden. Die jüngsten Entwicklungen belasten die Gespräche jedoch erheblich. Trump spielte die Folgen bislang herunter und sagte, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu müsse ein Abkommen zudem akzeptieren. “Ich habe das Sagen. Ich habe das alleinige Sagen”, erklärte Trump der “Financial Times”.
Mit Blick auf die zweite Waffenruhe sollen die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon unter US-Vermittlung in Washington fortgesetzt werden. Das sagte der US-Botschafter im Libanon, Michael Issa, laut einer Mitteilung von Libanons Präsident Joseph Aoun bei einem gemeinsamen Treffen.
Israel stellt sich auf längeren Konflikt mit Iran ein
Israels Militär rechnete zunächst mit einem mindestens mehrere Tage dauernden Schlagabtausch mit dem Iran. Bei der Abwehr des iranischen Raketenbeschusses arbeite das Land mit den USA zusammen, Angriffe auf Ziele im Iran führe die israelische Armee jedoch in Eigenregie aus.
Unterdessen setzte Israel seine Angriffe im benachbarten Libanon fort. Die Luftwaffe bombardierte mehrere Orte im Süden, berichtete die Staatsagentur NNA. Im Umland der Stadt Nabatija seien dabei mindestens vier Menschen ums Leben gekommen./rme/DP/jha
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