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Kurz zusammengefasst:
Die USA erhöhen den Druck auf die iranische Führung mit einer Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen verlassen oder anlaufen. Betroffen ist auch China, der mit Abstand wichtigste Abnehmer iranischen Öls. Bislang hat sich Peking aus dem Konflikt weitgehend herausgehalten.
Gleichzeitig stützt China die iranische Wirtschaft. Das bleibt ein Reizthema im Verhältnis zwischen Washington und Peking. Das US-Finanzministerium verhängte zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen, denen zufolge sie unerlaubt mit dem Iran Handel treiben. Betroffen waren unter anderem Raffinerien, die Rohöl aus dem Iran verarbeiten.
Trump äußerte sich lobend über den chinesischen Präsidenten. Mit Xi komme er sehr gut aus, sagte er. “Das wird eine äußerst spannende Reise. Es werden viele großartige Dinge passieren”, erklärte Trump. In Peking sind unter anderem Gespräche mit Xi und ein Staatsbankett vorgesehen. Auf die Frage, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, antwortete Trump: “Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe.”
Trump zeigt sich zuversichtlich in Bezug auf Irans Urananreicherung
Im seit über zwei Monaten andauernden Krieg mit dem Iran sind die diplomatischen Bemühungen um ein Friedensabkommen ins Stocken geraten. Ein zentraler Streitpunkt ist der Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm und den rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereicherten Uranbeständen, die bei weiterer Verarbeitung zum Bau mehrerer Atomwaffen dienen könnten.
In einem Interview des Radiosenders 77 WABC sagte Trump auf die Frage, ob er überzeugt sei, den Iran von weiterer Urananreicherung abbringen und sicherstellen zu können, dass Teheran niemals eine Atomwaffe erhalte: “Zu 100 Prozent. Sie werden damit aufhören.” Außerdem bekräftigte der US-Präsident, man werde an die hochangereicherten Uranvorräte Teherans gelangen – ohne zu erläutern, auf welchem Weg.
Trotz der hohen Kosten des Iran-Kriegs, steigender Energiepreise und wachsender Inflation sieht Trump keinen Druck, schnell eine Einigung zur Beilegung des Konflikts zu erzielen. “Die einzige Sache, die zählt, ist, dass der Iran keine Atomwaffe bekommt”, sagte Trump vor seinem Abflug nach Peking auf die Frage einer Journalistin, ob ihn die wirtschaftliche Lage zu einem Deal motiviere. “Ich denke nicht an die finanzielle Situation der Amerikaner, ich denke an niemanden.”
Berichte: Iran verfügt weiterhin über den Großteil seines Raketenarsenals
Trotz massiver Angriffe der USA und Israels zu Beginn des Iran-Kriegs sollen die Streitkräfte der Islamischen Republik laut Medienberichten noch über den größten Teil ihrer mobilen Abschussrampen und Raketen verfügen. Die “New York Times” berichtet unter Berufung auf US-Geheimdiensterkenntnisse, der Iran habe noch etwa 70 Prozent seiner mobilen Werfer sowie rund 70 Prozent des Raketenarsenals. Die “Washington Post” nannte bereits vergangene Woche in einer US-Geheimdienstanalyse ähnliche Zahlen.
Diese Berichte widersprechen der Darstellung der US-Regierung, wonach der Iran durch den von Israel und den USA Ende Februar begonnenen Krieg militärisch weitgehend geschlagen sei. Trump kritisierte die Berichterstattung über den Iran-Krieg auf seiner Plattform Truth Social, ohne konkrete Artikel zu nennen. “Wenn die Fake News behaupten, dass der iranische Feind militärisch gut gegen uns abschneidet, ist das praktisch VERRAT, insofern als es sich um eine derart falsche und sogar absurde Behauptung handelt.”
Bedenken wegen Munitions- und Raketenverbrauchs
Zuletzt warnte US-Senator Mark Kelly, die Munitions- und Raketenbestände des US-Militärs seien durch den Iran-Krieg stark beansprucht. Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses wurde der Demokrat vom Pentagon zu bestimmten Munitionsarten informiert – dazu zählten nach Kellys Angaben unter anderem Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS und SM-3 sowie Munition für Flugabwehrsysteme des Typs Patriot.
Generalstabschef Dan Caine betonte, die Regionalkommandos des US-Militärs meldeten ausreichende Vorräte für die laufenden Missionen. Skeptiker sorgen sich jedoch weniger um aktuelle Einsätze, sondern mehr um die Frage, ob die Bestände auch für einen weiteren möglichen Großkonflikt, etwa um Taiwan, ausreichen würden./jcf/DP/zb
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