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finaktien.de > Blog > Nachrichten > Trump droht China mit massiven Strafzöllen
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Trump droht China mit massiven Strafzöllen

Last updated: October 10, 2025 8:54 pm
Klaus Meyer
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Trump droht China mit massiven Strafzöllen

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China eskalieren erneut. US-Präsident Donald Trump verkündete am Freitag eine „massive Erhöhung der Zölle“ auf Importe aus China, nachdem Peking neue Exportbeschränkungen für seltene Erden in Kraft gesetzt hatte. Diese Rohstoffe sind für die US-Industrie essenziell – insbesondere für Hightech-Anwendungen, Rüstungsprogramme und die Elektromobilität.

Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social: „Eine unserer derzeit geprüften Maßnahmen ist eine massive Anhebung der Einfuhrzölle auf chinesische Produkte.“ Zusätzlich erwäge er, sein geplantes Treffen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping im Rahmen der anstehenden Asienreise abzusagen.

China schränkt Export strategischer Rohstoffe ein

Auslöser des Konflikts ist eine Entscheidung des chinesischen Handelsministeriums: Ab dem 1. Dezember 2025 benötigen alle Unternehmen eine Sonderlizenz, wenn sie Erzeugnisse ausführen wollen, die mehr als 0,1 Prozent seltener Erden enthalten oder mit chinesischer Technologie zur Förderung, Raffination oder Magnetherstellung gefertigt wurden.

Mit dieser Vorgabe will Peking seine technologische Führungsrolle bei seltenen Metallen absichern. Die Volksrepublik dominiert mit rund 70 Prozent an der globalen Förderung den Markt. Die neuen Regeln könnten westliche Industriezweige empfindlich treffen, die auf solche Rohstoffe angewiesen sind – darunter Produzenten von Computerchips, Lasern und Elektrofahrzeugen.

Washington reagiert mit Drohungen und Zorn

In Washington stieß der Schritt auf heftige Kritik. Trump sprach von einem „feindseligen Akt“ und warf China vor, „die Welt in Geiselhaft zu nehmen, indem es den Zugang zu essenziellen Metallen blockiert“. Er betonte, weder er noch andere westliche Regierungschefs seien vorab informiert gewesen. „Das war eine echte Überraschung – nicht nur für mich, sondern für alle Führer der freien Welt“, sagte der Präsident.

An den Märkten machte sich Nervosität breit: Die US-Börsen gaben nach den Aussagen des Präsidenten leicht nach. Vor allem Technologiewerte, die stark von seltenen Erden abhängen, verzeichneten Verluste. Analysten warnen vor einem möglichen Wiederaufflammen des Handelskriegs zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

Geplatztes Treffen mit Xi Jinping in Aussicht

Eigentlich war vorgesehen, dass Trump während seiner Asienreise ein bilaterales Gespräch mit Xi Jinping in Südkorea führt. Das Treffen sollte den festgefahrenen Dialog über Handelsfragen und Investitionsschutz wiederbeleben. Nun steht die Begegnung offenbar auf der Kippe.

„Es gibt derzeit keinen Grund, Präsident Xi zu treffen“, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Damit deutete er an, dass die Beziehungen beider Staaten einen neuen Tiefpunkt erreichen könnten.

Seit Monaten verschärft sich der wirtschaftliche Schlagabtausch zwischen Washington und Peking. Bereits zu Jahresbeginn hatte Trump zusätzliche Importzölle eingeführt, nachdem China laut US-Darstellung Technologieexporte eingeschränkt und US-Unternehmen beim Marktzugang benachteiligt habe. Zwar wurden bei Gesprächen in der Schweiz und im Vereinigten Königreich Teilfortschritte erzielt, doch die jüngste Eskalation droht diese Ergebnisse zunichtezumachen.

Seltene Erden als geopolitische Waffe

Seltene Erden gelten als das „neue Öl des 21. Jahrhunderts“. Sie sind unentbehrlich für die Herstellung von Halbleitern, Elektromotoren, Windkraftanlagen und militärischer Ausrüstung. Die Abhängigkeit westlicher Staaten von chinesischen Lieferungen verschafft Peking ein bedeutendes Druckmittel.

Fachleute werten Chinas Schritt als gezielte Machtdemonstration. „Peking zeigt, dass es bereit ist, wirtschaftliche Abhängigkeiten als politisches Instrument einzusetzen“, kommentierte ein Analyst eines US-Thinktanks. Die USA versuchen zwar, eine eigene Lieferkette für seltene Metalle aufzubauen – etwa mit Projekten in Australien, Kanada und Grönland –, doch diese Vorhaben befinden sich noch im Aufbau.

Zunehmende Unsicherheit an den Märkten

Die Ankündigungen des US-Präsidenten haben weltweit für Unruhe gesorgt. Investoren befürchten, dass eine Zollspirale zwischen Washington und Peking den Welthandel erneut belastet. Die Rohstoffpreise zogen leicht an, während die Aktien großer Elektronik- und Autohersteller unter Druck gerieten.

Marktbeobachter erwarten anhaltende Schwankungen. „Die gegenseitigen Drohungen zwischen den USA und China führen zu einer Nervosität, die sich auf nahezu alle Anlageklassen auswirkt“, sagte ein Börsenstratege in New York. Die Entwicklung könnte auch den US-Dollar schwächen, da Anleger vermehrt in Gold und andere Edelmetalle flüchten. Trump hält unterdessen an seinem harten Kurs fest. „Wir werden Amerika schützen – wirtschaftlich, technologisch und strategisch. Kein Land wird uns erpressen.“ Damit machte der Präsident deutlich, dass er bereit ist, den Konflikt mit China weiter zu verschärfen – selbst wenn dies die globale Stabilität belastet.

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