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finaktien.de > Blog > Lebensstil > Starkes Dividendenplus: Diese drei Unternehmen erhöhen ihre Ausschüttungen jetzt zweistellig!
Lebensstil

Starkes Dividendenplus: Diese drei Unternehmen erhöhen ihre Ausschüttungen jetzt zweistellig!

Last updated: August 31, 2025 2:52 pm
Klaus Meyer
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Starkes Dividendenplus: Diese drei Unternehmen erhöhen ihre Ausschüttungen jetzt zweistellig!

Stetige Mittelzuflüsse: Deshalb sind Dividendenaktien zu Recht populär

Dividendenaktien sind bei Investorinnen und Investoren aus guten Gründen gefragt: Sie stehen meist für profitable, bewährte Geschäftsmodelle und liefern verlässliche Geldzuflüsse ins Depot, die flexibel genutzt oder – etwa nach Korrekturen am Gesamtmarkt – wiederangelegt werden können.

Oft geht damit jedoch ein Kompromiss einher: Überdurchschnittliche Dividendenrenditen finden sich vor allem bei Unternehmen, deren dynamischste Wachstumsphase bereits hinter ihnen liegt. Das schmälert weiteres Kurspotenzial. Ein großer Anteil der Gesamtrendite wird dann häufig durch die Ausschüttungen getragen.

Dividendenwachstumswerte kombinieren zwei Vorteile

Auf der anderen Seite stehen sogenannte Dividendenwachstumswerte. Hier verzichten Anlegerinnen und Anleger zu Beginn auf eine bereits überdurchschnittliche Ausschüttung, erhalten dafür aber mehr Kurspotenzial, während die Dividende häufig mit zweistelligen Raten wächst. Das sorgt vor allem langfristig für hohe Einstiegsrenditen (Yield on Cost).

Drei Beispiele dafür sind der Finanzdienstleister M&T Bank, die US-Einzelhandelskette Dillard’s sowie der Netzwerkausrüster Ubiquiti. Alle drei haben in den vergangenen zwei Wochen besonders kräftige Dividendenerhöhungen gemeldet.

Eine Anhebung um 11,1 Prozent hat die M&T Bank bekannt gegeben. Statt bislang 1,35 US-Dollar zahlt der Finanzdienstleister künftig 1,50 US-Dollar je Quartal. Das entspricht einer Dividendenrendite von knapp 3,0 Prozent. Es ist bereits die achte Erhöhung in Folge; ununterbrochen schüttet das Unternehmen seit 35 Jahren aus. Wer damals einstieg, erzielt heute eine bemerkenswerte Einstiegsrendite von über einem Drittel.

M&T ist eine klassische Regionalbank, die nicht wie Großbanken im gesamten Land, sondern vor allem in einem Teil der USA aktiv ist. Der Hauptsitz liegt in Buffalo im Bundesstaat New York, die Aktivitäten konzentrieren sich überwiegend auf den Nordosten. Das Unternehmen ist ein voll integrierter Finanzdienstleister und bietet neben Leistungen für Privat- und Geschäftskunden auch Investment- und Beratungsservices sowie Vermögensverwaltung an.

Der Konzern hat seinen Nettoertrag in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, wodurch die Dividende gut gedeckt ist. Zudem ist die Bilanz mit einem Nettovermögen von 6,76 Milliarden US-Dollar sehr solide. Bewertungsseitig wird die Aktie derzeit zu branchenüblichen Multiplikatoren gehandelt.

Um 20,0 Prozent hat der US-Einzelhändler Dillard’s seine Dividende angehoben. Statt 0,25 US-Dollar je Anteil erhalten Investoren künftig 0,30 US-Dollar pro Quartal. Angesichts des hohen Aktienkurses liegt die Rendite damit zwar bei mager wirkenden 0,22 Prozent. Dennoch blickt das Unternehmen auf 14 Jahre ununterbrochener Erhöhungen zurück.

Wesentlich ist hier jedoch weniger die Quartalsdividende als die in starken Jahren üppige Sonderdividende. Im vergangenen Dezember flossen satte 25,00 US-Dollar je Anteilsschein, 2023 waren es 20,00 US-Dollar. Unter Einbezug der Sonderzahlungen erreichte Dillard’s damit eine Dividendenrendite im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Auch die Kursentwicklung kann sich sehen lassen: Lange Zeit wurde die Aktie mit einem deutlichen Abschlag bewertet – das mündete in den vergangenen Jahren in einer Gesamtrendite von beeindruckenden 2.135 Prozent. Bedient werden vor allem der strukturschwächere Süden und Südosten der USA sowie einige Bundesstaaten des Mittleren Westens. Zwar stagnierten die Erlöse, doch die Profitabilität wurde konsequent verbessert, Schulden wurden abgebaut und so finanzielle Spielräume für Ausschüttungen geschaffen.

Der Hardwarehersteller Ubiquiti hat seine Ausschüttung um 33,3 Prozent erhöht. Angesichts starker Geschäfte zahlt das Unternehmen künftig statt 0,60 US-Dollar eine Quartalsdividende von 0,80 US-Dollar. Das entspricht einer Dividendenrendite von 0,60 Prozent. Eine Sonderdividende wie bei Dillard’s gibt es hier nicht; stattdessen hat sich das Management des Netzwerktechnikspezialisten für ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen US-Dollar entschieden. Eine Dividende zahlt Ubiquiti seit 6 Jahren, allerdings ohne kontinuierliche Steigerungen – zwischen 2022 und 2024 blieb die Ausschüttung konstant bei 0,60 US-Dollar pro Quartal.

Dennoch: Ein langfristiges Engagement hat sich auch für Dividendenjägerinnen und -jäger ausgezahlt. Wer zum IPO vor knapp 14 Jahren eingestiegen ist, kommt inzwischen auf eine beachtliche Einstiegsrendite von 18,3 Prozent.

In den vergangenen Quartalen profitierte das Unternehmen stark vom KI-Boom und verzeichnete Zuwächse von bis zu 49,6 Prozent. Das weckte hohes Investoreninteresse und führte zu einer Kurssteigerung von 178,5 Prozent allein in den vergangenen 12 Monaten. Entsprechend ambitioniert ist die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 45,2. Für Neueinsteigerinnen und -einsteiger erscheint die Aktie daher derzeit wenig geeignet.

Fazit: Hohe Dividendenrendite allein genügt nicht

Die Beispiele M&T Bank, Dillard’s und Ubiquiti zeigen, dass ausschüttungsorientierte Anlegerinnen und Anleger ihren Fokus nicht nur auf eine möglichst hohe Dividendenrendite legen sollten, sondern ebenso auf nachhaltiges Wachstum oder besondere Umstände wie Sonderdividenden.

Gerade wer langfristig agiert, ist mit Dividendenwachstumswerten häufig besser aufgestellt als mit klassischen High-Yield-Aktien wie dem Tabakkonzern Altria oder dem Telekommunikationsanbieter AT&T. Bei Letzteren bleibt das Kurswachstum oft aus, was langfristig zu Underperformance führt, während Dividendenwachstumswerte den Gesamtmarkt nicht selten deutlich schlagen.

Von den drei genannten Werten wirken M&T Bank und Dillard’s auf dem aktuellen Bewertungsniveau weiterhin interessant. Bei Ubiquiti sollte vor einem Einstieg hingegen eine Korrektur abgewartet werden.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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