Siemens Healthineers bleibt sogar hinter den bereits herabgesetzten Erwartungen zurück, und auch das Management wirkt zunehmend vorsichtig. Besonders eine Sparte bereitet erhebliche Sorgen.
Die Aktie von Siemens Healthineers knüpfte im Dax an ihren Abwärtstrend an und gab nach der Präsentation der Quartalszahlen um etwa fünf Prozent nach. Ausschlaggebend sind fortdauernde Probleme im Labordiagnostik-Geschäft in China sowie die erneut anziehende Inflation, die das Unternehmen zu einer zurückhaltenderen Jahresprognose veranlasste.
Händler hoben hervor, dass selbst die bereits niedrigen Markterwartungen verfehlt wurden.
Zahlen verdeutlichen Herausforderungen von Siemens Healthineers
Der Umsatz legte im abgelaufenen Quartal zwar um 3,1 Prozent auf 5,681 Milliarden Euro zu, blieb damit jedoch hinter der Markterwartung von 3,4 Prozent Wachstum zurück. Auch die bereinigte EBIT-Marge erreichte mit 14,7 Prozent nicht den Analystenkonsens von 15 Prozent. Damit werden die derzeitigen Hürden für den Medizintechnikspezialisten deutlich.
Vor diesem Hintergrund zeigt sich das Management von Siemens Healthineers für das laufende Geschäftsjahr spürbar pessimistischer.
Die Mischung aus Nachfrageschwäche in China und makroökonomischen Gegenwinden erschwert das Erreichen der Ziele. Verunsicherte Investoren trennen sich entsprechend von der Aktie – sie verliert am Donnerstag etwa fünf Prozent.
Technische Analyse der Siemens-Healthineers-Aktie
Die Börse zeigte sich unerbittlich – in den vergangenen zwölf Monaten ist Siemens Healthineers dafür ein exemplarisches Beispiel: Während der DAX ordentlich zulegte, fiel der Medizintechniker mit einer relativen Underperformance von mehr als 33 Prozent deutlich zurück.
Auf kurze, schwache Erholungsphasen im Herbst und zum Jahresstart folgten jeweils abrupte Rückschläge – zuletzt ein deutlicher Rutsch auf derzeit 33 Euro.
Unsere Daten zeigen, dass die Aktie klar hinter dem Index zurückbleibt und der Abwärtstrend durch steigenden Verkaufsdruck weiter an Dynamik gewinnt.
Modelle signalisieren weiteren Rückgang
Der technische Check ergibt ein eindeutiges Bild: Der Kurs liegt klar unter der 200-Tage-Linie bei 44 Euro – der Abstand von nahezu 11 Euro unterstreicht den starken Abgabedruck.
Auch die Durchschnittslinie fällt stetig – ein Hinweis auf den persistierenden Abwärtstrend. Die Signale deuten darauf hin, dass der Markt dem Schwergewicht weiterhin wenig Vertrauen entgegenbringt.
Für die nächsten vier Wochen prognostizieren unsere Modelle einen weiteren Rückgang von knapp 2 Prozent – der Kurs dürfte sich voraussichtlich zwischen 31 und 36 Euro bewegen. Die Handelsspanne bleibt eng, der Raum für eine spontane Gegenbewegung ist begrenzt.
Anleger, die auf eine Trendwende setzen, müssen sich vorerst auf anhaltenden Gegenwind einstellen.