Die Schweizer Krypto-Plattform Bitcoin Suisse baut ihre Präsenz nach Deutschland aus. Grundlage dafür ist eine Micar-Lizenz, mit der das Unternehmen nun gezielt wohlhabende Krypto-Investoren ansprechen möchte.
Die Schweizer Kryptohandelsplattform Bitcoin Suisse nimmt den Betrieb in Deutschland auf und möchte vor Ort gezielt neue Kundschaft gewinnen. Das Unternehmen aus Zug gab den Schritt am Dienstag bekannt. Im Mittelpunkt stehen nicht die Massenmärkte, sondern wohlhabende Privatkunden mit höheren Beständen in Bitcoin, Ethereum und weiteren digitalen Währungen.
Tochterfirma von Bitcoin Suisse bekommt Micar-Lizenz
Wie das „Handelsblatt“ berichtet, hat Bitcoin Suisse zuvor ein Tochterunternehmen in Liechtenstein gegründet. Dieses Unternehmen hat eine Micar-Lizenz erhalten. Sie berechtigt dazu, in Europa Kryptowährungen anzubieten und digitale Vermögenswerte im Auftrag von Kunden zu verwahren. Chef und Mitgründer Andrej Majcen sagte dem Handelsblatt, man habe bislang abwarten müssen, bis Kunden auf das Unternehmen zukommen; die Micar-Lizenz sei für Bitcoin Suisse ein echter Gamechanger.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Bitcoin Suisse startet nun gezielt die Kundengewinnung in Deutschland
- Basis des Markteintritts ist eine Micar-Lizenz aus Liechtenstein
- Adressiert werden Anleger mit Krypto-Portfolios im sechsstelligen Bereich
- Fokus auf Verwahrung und zusätzliche Services
Majcen betrachtet die neue Lizenz als bedeutenden Wachstumsschritt in Europa. Dem Handelsblatt zufolge konnte das Unternehmen bislang keine Kunden außerhalb der Schweiz aktiv ansprechen. Jetzt will sich Bitcoin Suisse mit einem spezialisierten Angebot vom Wettbewerb abheben. Dazu zählt auch das sogenannte Staking, bei dem Anleger Kryptowährungen hinterlegen und dafür eine Vergütung in Form zusätzlicher digitaler Einheiten erhalten.