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finaktien.de > Blog > Unterhaltung > SAP: Darum tritt die Aktie weiterhin auf der Stelle
Unterhaltung

SAP: Darum tritt die Aktie weiterhin auf der Stelle

Last updated: May 10, 2026 12:20 pm
Klaus Meyer
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SAP: Darum tritt die Aktie weiterhin auf der Stelle

SAP: Investorinnen und Investoren warten weiter ohne Erfolg

Obwohl Technologiewerte fast täglich neue Rekorde markieren, tritt die Aktie von SAP weiterhin auf der Stelle. Gegenüber dem Vorjahresstand liegt sie 44,1 Prozent im Minus, seit Jahresbeginn sind es fast 30 Prozent – eine mittlerweile drastische Underperformance gegenüber dem sonst robusten Gesamtmarkt.

Dass sich die Walldorfer Papiere damit in „guter“ Gesellschaft anderer Software- und Cloud-Anbieter wie Microsoft und ServiceNow befinden, dürfte für Anlegerinnen und Anleger nur ein schwacher Trost sein – ebenso wenig wie die jüngsten Erholungsversuche, die immer wieder abverkauft wurden.

Die fast täglichen zweistelligen Kursgewinne bei Chip-Aktien wie AMD, Intel und Micron wirken inzwischen als mächtiger Liquiditätsmagnet. Nicht nur die Softwarebranche, sondern ganze Marktsegmente bleiben derzeit liegen, weil Investoren Kapital in den einzigen Sektor umlenken, dem sie zutrauen, einer Rezession zu entgehen – einer Rezession, die angesichts der anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus, hoher Energiepreise und gestörter Lieferketten immer wahrscheinlicher erscheint.

Auch technisch gibt es Signale, dass die Kursflaute bei SAP (SAP Aktie) noch etwas andauern könnte und sich Anlegerinnen und Anleger weiter in Geduld üben müssen.

Abwärtstrend vorerst gebremst, …

Vom Allzeithoch aus befindet sich die SAP-Aktie unverändert in einem dynamischen Abwärtstrend. Zuletzt fiel sie auf 140 Euro und markierte damit ein Mehrjahrestief. An dieser Marke konnte sich jedoch ein kurzfristiger Doppelboden ausbilden, der eine erste Erholungsbewegung anstieß.

Unterstützt wurde die Bodenbildung durch bullische Divergenzen im Trendindikator MACD, der jedoch weiter unter der Nulllinie notiert und damit einen fortgesetzten Abwärtstrend signalisiert. Etwas freundlicher zeigt sich das Bild im Relative-Stärke-Index (RSI): Er schob sich zuletzt in den neutralen bis ersten Stärke-Bereich vor und begleitete die Erholung mit einem eigenen Aufwärtstrend.

Der Erholungsversuch ist jedoch vorerst gescheitert: Bereits an der 50-Tage-Linie beziehungsweise an der Aufwärtstrendlinie traf die SAP-Aktie auf frisches Verkaufsinteresse. Am Freitag schloss das Papier nahe dem Wochentief – ein Vorzeichen möglicher weiterer Verluste in der kommenden Woche.

… doch die Erholung blieb bislang schwach

Am wahrscheinlichsten ist derzeit ein erneuter Rücksetzer auf 140 Euro. Entsteht dort ein technisch überzeugender Dreifachboden, könnte der nächste Anlauf mehr Durchschlagskraft haben und Kurse bis etwa 160 Euro ermöglichen. Bleibt der Verkaufsdruck hingegen hoch, ist mit weiteren Verlusten und einem zusätzlichen Verkaufssignal zu rechnen.

Dann dürfte die seit Jahren gültige Unterstützungszone zwischen 120 und 125 Euro angesteuert werden, wo der nächste Versuch einer Bodenbildung starten könnte. Hält der Aufwärtstrend im MACD dabei an, würde das zusätzliche bullische Divergenzen erzeugen und die Wahrscheinlichkeit einer mittelfristigen Trendwende erhöhen. Kippt der MACD dagegen wieder ab, wäre das neue Tief bestätigt.

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Fazit: Vorteil weiterhin bei den Bären

Die SAP-Aktie wird die Sorgen um anhaltende Wachstumsschwäche und eine mögliche Disruption des Geschäftsmodells durch KI nicht los. Zugleich fließt an den Märkten derzeit fast ausschließlich Kapital in Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte, was anderen Branchen Liquidität entzieht und Erholungsversuche ausbremst.

Wer nicht investiert ist, dies aber plant, sollte entweder ein prozyklisches Kaufsignal abwarten oder beobachten, ob bei 140 Euro ein Dreifachboden gelingt. Falls nicht, könnte im Bereich 120 bis 125 Euro eine Einstiegschance entstehen. Wer bereits investiert ist, könnte sich gegebenenfalls mit einem Stopp knapp unter den bisherigen Jahrestiefs absichern und spätere Einstiege auf tieferen Niveaus anvisieren.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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