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finaktien.de > Blog > Rezension > Novo Nordisk: Es ging auch schon schlechter!
Rezension

Novo Nordisk: Es ging auch schon schlechter!

Last updated: November 27, 2025 6:37 pm
Klaus Meyer
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Novo Nordisk: Es ging auch schon schlechter!

Momentan ist Novo Nordisk nichts für zarte Nerven

Obwohl die Aktie von Novo Nordisk zwischenzeitlich rund zwei Drittel an Wert verloren hat, kehrt beim dänischen Pharmariesen weiterhin keine Stabilität ein.

Zuletzt sorgten erneut starke Kursschwankungen für Unruhe: Erst musste Novo Nordisk eingestehen, mit einer Alzheimer-Therapie gescheitert zu sein, kurz darauf folgte jedoch eine positive Phase‑II‑Studie für das Diabetesmittel Amycretin.

Nicht entmutigen lassen: Jetzt könnte Geduld Früchte tragen!

Daraus resultierte in den vergangenen fünf Handelstagen eine Schwankungsbreite von fast 20 Prozent, gemessen an Hoch- und Tiefkursen. Angesichts dieser nervenaufreibenden Berg- und Talfahrt ist es nachvollziehbar, wenn Anlegerinnen und Anleger die Reißleine ziehen.

Ein Blick auf den Chart lässt jedoch hoffen: Mittelfristig könnte sich Ausdauer auszahlen, denn mehrere technische Indikatoren haben sich weiter verbessert – ein Nährboden für eine Gegenbewegung bis hin zu einer möglichen Trendwende.

Neues Jahrestief nach Kapitulation der Käufer …

Seit dem Allzeithoch knapp unter 800 Dänischen Kronen (DKK; 107,11 Euro) befindet sich die Aktie von Novo Nordisk in einem zähen, hochdynamischen Abwärtstrend. Nach der missglückten Alzheimer-Studie markierte der Kurs ein Kapitulationstief bei 267,06 DKK (35,76 Euro) – ein Minus von 66,6 Prozent.

In den letzten drei Handelstagen gelang jedoch eine spürbare Erholung. Das hat zwei positive Effekte: Erstens fällt die Kapitulationsbewegung technisch weniger ins Gewicht, zweitens konnten RSI und MACD ihre zuletzt positiven Tendenzen fortsetzen.

… und dennoch zeigen sich erste Lichtblicke!

Der Relative‑Stärke‑Index signalisiert nach einer Bodenbildung eine kurze Erholung aus überverkauften Bereichen. Im Trendstärkeindikator MACD bestehen bereits seit Anfang August bullishe Divergenzen – der Indikator dreht nach oben, obwohl der Kurs noch schwächelt.

Zwar notiert der MACD weiterhin klar unter der Nulllinie und zeigt damit einen intakten Abwärtstrend an, doch steigen die Chancen auf eine Gegenbewegung von Tag zu Tag. Zumal sich im Bereich 290 bis 300 DKK (38,83 bis 40,17 Euro) eine tragfähige Unterstützung herausgebildet hat und die Abwärtstrendlinie bei nur leicht höheren Kursen bereits überwindbar wäre – was frische Aufwärtsimpulse liefern könnte.

Derzeit sind steigende Kurse wahrscheinlicher als Rücksetzer

Im positiven Szenario ergeben sich Ziele bis zur 50‑Tage‑Linie um 341 DKK (45,66 Euro) sowie in die Zone zwischen 390 und 420 DKK, wo die 200‑Tage‑Linie verläuft. Ein Rutsch unter die aktuelle Unterstützung dürfte hingegen neue Mehrjahrestiefs nach sich ziehen. Die nächste breite Auffangzone findet sich erst zwischen 205 und 230 DKK (27,45 bis 30,79 Euro).

Die Erholung der Tages‑Indikatoren bei gleichzeitig überverkauften Zuständen auf Wochen- und Monatsebene spricht – sofern keine neuen Negativnachrichten aufschlagen – eher gegen ein weiteres Abrutschen und für eine Erholungsphase in den kommenden Tagen und Wochen.

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Fazit: Gierig sein, wenn andere ängstlich sind!

Fundamental hat sich die zuvor ambitionierte Bewertung deutlich normalisiert. Für 2026 wird der Konzern aktuell mit dem 13,3‑Fachen der erwarteten Gewinne bewertet.

Das liegt klar unter dem Branchenschnitt von 19,9 und wird nur von wenigen Titeln wie Bristol-Myers Squibb (8,2) und Pfizer (8,3) unterboten. Selbst für den in diesem Jahr stark gebeutelten DAX‑Wert Merck (17,2) zahlen Anlegerinnen und Anleger inzwischen mehr.

Daher ist es für Investoren an der Zeit, berechtigte Vorbehalte zur Seite zu legen und sich mit neuen Long‑Positionen zu positionieren – ganz im Sinne des Mottos, antizyklisch Chancen zu nutzen. Geduld wird zudem mit einer inzwischen überdurchschnittlichen Dividendenrendite von 3,7 Prozent vergütet.

Mit diesem Schein sind aktuell bis zu +173,0 Prozent möglich!

Wer die Dividende hintanstellt und lieber überproportionale Gewinnchancen sucht, kann statt der Aktie auf den Discount‑Optionsschein GU12JM setzen. Dieser zahlt maximal aus – und damit +173,0 Prozent Rendite –, wenn Novo Nordisk bis zum Laufzeitende am 19. Juni 2026 die Kappungsgrenze (Cap) von 360,00 DKK (48,20 Euro) erreicht oder überschreitet.

Für Schlusskurse zwischen dem Basispreis von 300,00 DKK und dem Cap erfolgt eine anteilige Auszahlung. Einige Beispielauszahlungen stellen sich wie folgt dar:

Aber Vorsicht: Notiert Novo Nordisk am Laufzeitende unter 300,00 DKK (40,17 Euro), verfällt GU12JM wertlos. Es besteht also Totalverlustrisiko. Entsprechend sollte die Position vorzeitig veräußert und ein Restwert gesichert werden, wenn die Aktie nachhaltig (mindestens auf Wochenschlussbasis) ein neues Mehrjahrestief markiert.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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