New York will entschiedener gegen Krypto-Kriminalität vorgehen. Geplante Gesetzesänderungen, mehr Fachpersonal und zusätzliche Technologie sollen Ermittlern beim Vorgehen gegen Darknet-Netzwerke helfen.
In New York sehen sich Staatsanwälte mit einem Anstieg von Straftaten mit Kryptowährungen konfrontiert. Betroffen ist unter anderem der Drogenhandel auf Darknet-Marktplätzen, auf denen Kryptowährungen als bevorzugte Zahlungsmittel gelten. Als Beispiel nennt „CBS News“ die Plattform DrugHub, auf der demnach rund 21.000 Inserate erschienen, darunter für Ketamin, Crystal Meth und Kokain.
Wie „CBS News“ weiter berichtet, stufen Ermittler dies als wachsendes Problem mit teils tödlichen Folgen ein. Die Mutter des verstorbenen John Umberger machte deutlich, wie verheerend die Auswirkungen solcher Taten für Angehörige sind. Nach Angaben von Polizei und Familie nutzten die Täter, die ihren Sohn betäubten und beraubten, Drogen aus dem Darknet.
- Manhattan drängt auf strengeres Gesetz gegen unlizensierte Krypto-Dienstleistungen
- Sonderstaatsanwältin beantragt 600.000 US-Dollar für eine neue Krypto-Einheit
- Ermittler benötigen Technik, Training und spezialisierte Analysten
- Server im Ausland und Verschleierungstaktiken erschweren zahlreiche Verfahren
Manhattans Bezirksstaatsanwalt Alvin Bragg setzt sich seit Januar für eine Gesetzesänderung im Bundesstaat New York ein. Künftig soll bereits der Betrieb eines Geschäfts mit virtuellen Währungen ohne Lizenz strafbar sein. „CBS News“ zufolge argumentiert Bragg, lizenzierte Anbieter müssten dann, ähnlich wie Banken, ihre Kunden gründlicher prüfen.
Krypto-Kriminalität: Behörden wollen Geldströme genauer nachverfolgen
Zugleich fordert die Sonderstaatsanwältin Bridgette Brennan 600.000 US-Dollar für eine eigene Einheit gegen Krypto-Kriminalität. Zwar seien Transaktionen über die Blockchain grundsätzlich nachvollziehbar, doch ohne Spezialsoftware, Schulungen und feste Analysten fehlten die nötigen Voraussetzungen. Daher ist ihre Behörde bislang teilweise auf die Unterstützung der Drogenbekämpfungsbehörde DEA angewiesen.
Ein Grundproblem bleibt bestehen: Darknet-Plattformen agieren abgeschirmt, häufig über Server im Ausland, und verschleiern Verantwortlichkeiten. Dennoch konnten Betreiber solcher Märkte in der Vergangenheit identifiziert und festgenommen werden. „CBS News“ berichtet, dass DrugHub weiterhin in Betrieb ist.