SpaceX wurde als einer der spektakulärsten Börsengänge überhaupt gefeiert. Nach dem jüngsten Kursrutsch rückt jedoch eine Frage wieder ins Zentrum: Ist die hohe Bewertung tatsächlich gerechtfertigt?
Die Aktie von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX ist rund einen Monat nach dem gefeierten IPO unter den Ausgabepreis gefallen. Am Mittwochmittag New Yorker Zeit lag sie im US-Handel bei etwa 133 US-Dollar, zum Handelsschluss bei 135,27 US-Dollar. Der Emissionspreis war im Juni auf 135 Dollar festgelegt worden. Zwischenzeitlich, befeuert unter anderem durch Käufe von Privatanlegern, kletterte der Kurs bis auf 225 US-Dollar – danach setzte jedoch eine deutliche Korrektur ein.
SpaceX übertrifft den Börsenwert des Facebook-Konzerns Meta
Schon zum Ausgabepreis kam SpaceX auf 1,77 Billionen US-Dollar und war damit wertvoller als der Facebook-Konzern Meta. Die reinen Geschäftszahlen stehen jedoch in starkem Kontrast zur Marktkapitalisierung – investiert wird vor allem in die Erwartung künftiger Erfolge. Im vergangenen Jahr fielen Verluste von rund 4,94 Milliarden US-Dollar bei Erlösen von 18,67 Milliarden US-Dollar (gut 16 Milliarden Euro) an.
Künftig soll Künstliche Intelligenz zum größten Geschäftsfeld avancieren – auch mithilfe von Rechenzentren im All. Die Idee: Dank der Sonne steht dort reichlich Energie zur Verfügung. Kritiker verweisen jedoch auf Hürden wie enorme Aufbaukosten, die trotz niedriger Temperaturen komplexe Kühlung sowie Strahlungseinflüsse, die Schaltkreise beschädigen könnten.
Im Börsenprospekt bezifferte SpaceX den künftigen Gesamtmarkt für Künstliche Intelligenz inklusive Infrastruktur auf über 26 Billionen US-Dollar – und führte dies als Begründung für die hohe Bewertung an.