Bill Ackman beteiligt sich nach dem Kursrutsch mit seinem Hedgefonds Pershing Square in großem Stil an Microsoft und sendet damit ein deutliches Signal für das Potenzial des Tech-Giganten.
Der Hedgefonds Pershing Square von Bill Ackman hat im ersten Quartal 2026 eine Kernbeteiligung an Microsoft aufgebaut. Der Einstieg erfolgte nach einem markanten Kursrückgang der Microsoft-Aktie im Anschluss an die Veröffentlichung des Berichts zum zweiten Geschäftsquartal.
Seit dem Rekordhoch hat das Papier über 26 Prozent eingebüßt – vor allem, weil die Anleger zunehmend besorgt sind, wie sich die umfangreichen Investitionen in Künstliche Intelligenz auf das Geschäftsmodell des Technologiekonzerns auswirken.
Ackman erkennt günstige Chance für einen Einstieg bei Microsoft
Aus Ackmans Sicht bietet die derzeitige Bewertung von Microsoft eine attraktive Möglichkeit, sich bei einem der weltweit führenden Technologieunternehmen zu engagieren.
Die Position wurde zu rund dem 21-fachen der erwarteten Gewinne aufgebaut. Das entspricht dem Marktdurchschnitt und liegt damit unter dem Bewertungsniveau, das Microsoft in den vergangenen Jahren häufig erzielen konnte.
Die exakte Beteiligungshöhe hat Pershing Square nicht genannt. Ackman bezeichnet das Investment jedoch ausdrücklich als „Kernposition“ im Portfolio seines Hedgefonds.
Mit dem Aufbau dieser Position setzt der bekannte Investor auf eine mittelfristige Erholung der Microsoft-Aktie und auf das langfristige Wachstumspotenzial des Konzerns – trotz der aktuellen Unsicherheiten am Markt.
Technische Einordnung der Microsoft-Aktie
Unsere Daten zeigen, dass der Softwareriese aus Redmond in den vergangenen 12 Monaten vom Liebling der Wall Street zum Sorgenfall geworden ist: Auf einen starken Sommer mit einem Plus von 23 Prozent folgte eine Reihe kräftiger Korrekturen, die den Kurs deutlich unter Druck setzten.
Der aktuelle Kurs von 421 US-Dollar signalisiert eine ausgeprägte Schwächephase – ein Minus von 7 Prozent auf Jahressicht steht einer beeindruckenden Rallye von 37 Prozent im Nasdaq 100 gegenüber. Die frühere Outperformance ist dahin; seit Monaten dominiert ein klarer Abwärtstrend mit zunehmendem Verkaufsdruck.
Kurzfristige Trendwende wenig wahrscheinlich
Aus technischer Sicht bleibt der Cloud-Anbieter angeschlagen: Der Kurs liegt derzeit rund 9 Prozent unter der 200-Tage-Linie bei 462 US-Dollar, die ihrerseits seit Wochen fällt. Die wachsende Distanz zur Durchschnittslinie untermauert den übergeordneten Abwärtstrend. Frische Impulse fehlen, die Bären haben das Zepter in der Hand.
Unsere Modelle lassen für die nächsten vier Wochen wenig Hoffnung auf eine schnelle Kehrtwende erkennen: Die Prognose sieht eine Handelsspanne zwischen 355 und 456 US-Dollar vor, bei einer zentralen Erwartung von minus 3,7 Prozent.
Damit bleibt das Risiko weiterer Rückschläge hoch, während der Spielraum für kurzfristige Erholungen begrenzt ist. Wer auf eine Trendwende setzt, muss sich auf eine längere Geduldsprobe einstellen.
Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Muster aus vergleichbaren Zeiträumen der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Einflüsse sowie die Signale unseres Aktienklimas Deutschland. Die Schwankungsgrenzen („Prognose-Ränder“) leiten wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts ab – sie spiegeln somit die in Optionsprämien eingepreisten Erwartungen der Investoren wider.