Ein einzelnes Unternehmen stützt den Bitcoin-Markt zunehmend mit seinen Käufen. Investoren fragen sich daher: Welche Folgen drohen, wenn dieser Nachfrage-Treiber an Schwung verliert?
Zuletzt notierte Bitcoin bei rund 71.500 US-Dollar und liegt damit im laufenden Jahr deutlich im Minus. Laut Bloomberg wäre der Kurs ohne die umfangreichen Zukäufe von Strategy vermutlich noch stärker gefallen.
Das Unternehmen hat seine Bitcoin-Positionen in den vergangenen Jahren stark ausgebaut und hält inzwischen mehr als 843.000 Bitcoin.
Strategy hat 2026 bislang 171.238 Bitcoin zugekauft
Nach Angaben von „Bloomberg” hat Strategy in diesem Jahr bisher 171.238 Bitcoin erworben. Das übersteigt um ein Vielfaches die Menge, die das weltweite Bitcoin-Minernetzwerk im selben Zeitraum produziert hat. Analysten und Marktforscher gehen davon aus, dass Strategy inzwischen einen erheblichen Teil der gesamten Bitcoin-Nachfrage stellt.
Parallel dazu hat die Nachfrage anderer Investorengruppen nachgelassen. Bloomberg zufolge sind die Zuflüsse in US-Bitcoin-ETFs rückläufig. Auch Hedgefonds und Privatanleger treten demnach weniger als Käufer auf. Dadurch bündelt sich die Nachfrage zunehmend bei Strategy.
Fällt der Bitcoin-Preis, gerät Strategy unter Druck
Kritiker sehen darin ein Risiko für den Markt: Ein deutlicher Rückgang des Bitcoin-Kurses könnte die Bilanz von Strategy belasten und das Vertrauen der Anleger in die Finanzierungsinstrumente des Unternehmens schwächen.
In der Folge könnte es schwieriger werden, neues Kapital für weitere Bitcoin-Käufe einzuwerben. Lässt die Nachfrage seitens Strategy nach, dürfte dies zusätzlichen Druck auf den Bitcoin-Kurs ausüben.