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Der KI-Boom füllt Big Tech weiterhin die Kassen. Doch Anleger folgen nicht mehr jeder Erzählung ungeprüft. Alphabet wird bejubelt, Meta hingegen abgestraft. Jetzt zeigt sich, wer tatsächlich vom KI-Rausch profitiert.
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Quelle: – © krblokhin / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images
Anleger honorieren Firmen, die KI-Ausgaben zügig in Wachstum und Erträge ummünzen. Dagegen geraten Konzerne zunehmend unter Beschuss, wenn die Rendite ihrer Milliardeneinsätze unklar bleibt.
Am deutlichsten wurde das bei Alphabet (Alphabet C Aktie) und Meta. Die Papiere von Alphabet sprangen nach oben. Ein kräftiger Schub bei der Google (Alphabet A Aktie) Cloud beflügelte die Aktie. Seit Jahresanfang liegt der Titel über 20 Prozent im Plus – damit führt Alphabet die großen US-Technologiewerte an.
Meta büßte dagegen trotz solider Zahlen an Börsenwert ein. Anleger hinterfragen das Versprechen von Konzernchef Mark Zuckerberg, dass die rasant steigenden Investitionen später Früchte tragen. Besonders kritisch sehen Investoren, dass Meta einen wachsenden Teil der Ausgaben über Schulden finanziert.
Für Bob Savage, Leiter der Makrostrategie bei BNY, ist das die neue Mechanik des KI-Trades: Wer Fremdkapital aufnehmen muss, um weiter in KI-Rechenzentren und Chips zu investieren, wird abgestraft. Wer über reichlich Barmittel verfügt und mit den Investitionen bereits verdient, wird belohnt.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
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5
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10
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20
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Mehr als drei Jahre nach Beginn des KI-getriebenen Bullenmarkts halten zwei Säulen: Die Gewinne der großen Technologiekonzerne wachsen deutlich schneller als der breite Markt, und weiterhin strömt enormes Kapital in KI-Infrastruktur. Zugleich trennen Investoren stärker zwischen echten Profiteuren und teuren Hoffnungen.
Laut Bloomberg Intelligence steuern die Magnificent Seven im ersten Quartal auf ein Gewinnplus von 57 Prozent zu. Zum Start der Berichtssaison waren lediglich 18 Prozent erwartet worden. Der Rest des S&P 500 dürfte auf rund 16 Prozent kommen.
Auch Apple und Amazon überzeugten
Apple stellte für das laufende Quartal ein Umsatzplus von bis zu 17 Prozent in Aussicht. Amazon meldete das schnellste Quartalswachstum seiner Cloud-Sparte seit mehr als drei Jahren.
Nicht alle Schwergewichte zählten zu den Gewinnern
Auch die Microsoft-Aktie gab nach, nachdem der Konzern für 2026 Investitionen von 190 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Das überlagerte den positiven Ausblick für das Cloud-Geschäft Azure.
Auch Nvidia (Nvidia Aktie) stand zuletzt unter Druck. Der Konzern bleibt zwar zentral für den KI-Boom, doch Anleger sorgen sich um mögliche Marktanteilsverluste. Alphabet, Amazon und Qualcomm (Qualcomm Aktie) treiben eigene KI-Chips voran und erhöhen damit den Wettbewerbsdruck.
Serge Nussbaumer, Kapitalmarktexperte bei Maverix, sieht auf Sicht von 12 Monaten Alphabet und Meta vor Amazon und Microsoft. Alphabet und Meta könnten ihre KI-Aufwände bereits heute am überzeugendsten monetarisieren.
Alphabet profitiert von der Stärke der Suche, der Dynamik in der Cloud und nachlassender Angst vor KI-Disruption. Meta zeigt trotz hoher Investitionen einen direkten operativen Hebel in Werbung und Monetarisierung.
Amazon und Microsoft bleiben aus Sicht von Maverix hochwertige Qualitätswerte. Der Markt reagiert bei beiden derzeit jedoch empfindlicher auf Investitionen, Margen und freien Cashflow.
Fazit
Für Anleger wird die KI-Rallye anspruchsvoller: Der Markt kauft nicht mehr jede Wachstumsstory blind. Wer steigende Ausgaben nicht rasch genug in Ertrag übersetzt, gerät unter Druck.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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