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finaktien.de > Blog > Lebensstil > Massendemonstration gegen Zuwanderung in London
Lebensstil

Massendemonstration gegen Zuwanderung in London

Last updated: September 15, 2025 4:47 pm
Klaus Meyer
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Massendemonstration gegen Zuwanderung in London

Am Samstag kamen in London mehr als 100.000 Demonstranten zu einer Kundgebung gegen Einwanderung zusammen. Einige Schätzungen sprechen sogar von bis zu 150.000 Teilnehmern. Der Marsch bildete den Höhepunkt einer Woche von landesweiten Protesten, die von wachsender Unzufriedenheit mit der Migrationspolitik der Regierung geprägt waren.

Auslöser und Hintergründe

Bereits im Sommer hatte sich die Lage zugespitzt, nachdem ein äthiopischer Asylbewerber in Essex wegen sexueller Übergriffe angeklagt worden war. Der Vorfall löste Demonstrationen vor mehreren Hotels aus, in denen Asylsuchende untergebracht sind. Ende März befanden sich nach Behördenangaben mehr als 30.000 Menschen in rund 200 Hotels in England und Wales.

Das Thema Einwanderung hat sich inzwischen zum dominierenden politischen Streitpunkt entwickelt. Zwischen Juli 2024 und Juni 2025 stellten über 111.000 Menschen Asylanträge, während die Nettozuwanderung bei mehr als 430.000 Personen lag.

Ablauf der Demonstration

Organisiert wurde der Protest von Tommy Robinson (bürgerlich Stephen Yaxley-Lennon), einer prägenden Figur der britischen Rechten. Viele Teilnehmende trugen Union Jacks oder die rot-weiße St.-Georgs-Flagge und hielten Schilder mit Parolen wie „Send them home“ und „Save our kids“ hoch. Auch Fahnen der USA und Israels waren zu sehen; einige Unterstützer trugen die roten „MAGA“-Kappen von Donald Trump.

Die Demonstration eskalierte teilweise. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei, bei denen 26 Beamte verletzt wurden, vier davon schwer. Die Polizei sprach von „inakzeptabler Gewalt“ und nahm 25 Personen fest. Assistant Commissioner Matt Twist erklärte: „Es gibt keinen Zweifel daran, dass viele ihr Recht auf Protest wahrnahmen. Aber es waren auch zahlreiche Menschen gekommen, die von Beginn an auf Gewalt aus waren.“

Internationale Unterstützung und Redner

Ein Höhepunkt war die Zuschaltung von Elon Musk per Video; er erklärte: „Massive unkontrollierte Migration trägt zur Zerstörung Britanniens bei.“ Der Milliardär stellte sich damit offen auf die Seite der Demonstrierenden.

Auch andere Stimmen der internationalen Rechten meldeten sich zu Wort, darunter der französische Politiker Eric Zemmour und Petr Bystron von der AfD. Zemmour griff die sogenannte „Great Replacement“-Theorie auf, wonach europäische Bevölkerungen durch Migration systematisch ersetzt würden. Robinson selbst sagte: „Die schweigende Mehrheit wird nicht länger schweigen. Heute ist der Beginn einer kulturellen Revolution.“

Unter den Teilnehmenden waren zudem viele, die den kurz zuvor ermordeten US-Aktivisten Charlie Kirk betrauerten.

Gegenproteste und Reaktionen

Parallel demonstrierten rund 5.000 Menschen bei einer Gegenkundgebung unter dem Motto „Stop the far right“. Sie wandten sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die britische Regierung reagierte auf die zunehmenden Unruhen mit der Ankündigung, die Unterbringung von Asylsuchenden in Hotels schrittweise zu beenden. Mittelfristig sollen alternative Lösungen entwickelt werden.

Das Thema bleibt explosiv: In Umfragen liegt derzeit die rechtspopulistische Partei Reform UK vorn, die von der Stimmung profitiert, sich jedoch von Robinsons Bewegung distanziert. Premierminister Keir Starmer sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, sein Kabinett habe die Kontrolle über Migration und innere Sicherheit verloren.

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