Im zweiten Geschäftsquartal profitiert Siemens vom stark wachsenden Bedarf nach KI-Rechenzentren sowie einem dynamischen Softwaregeschäft. Trotz Wechselkurseffekten und rückläufigem Gewinn bleibt der Technologiekonzern zuversichtlich und kündigt ein Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe an. Das technische Analyse-Modell von index-radar.de liefert hierzu eine Prognose der weiteren Kursentwicklung. Ein Capped-Bonus-Zertifikat eröffnet dabei eine jährliche Renditechance von 24,3 Prozent.
Siemens meldete im zweiten Geschäftsquartal einen überraschend hohen Auftragseingang von 24,1 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 11 Prozent, der die Erwartungen der Analysten übertraf.
Treiber waren vor allem die Nachfrage nach Lösungen für KI-Rechenzentren in den USA sowie das starke Softwaregeschäft. Der Umsatz stagnierte mit 19,8 Milliarden Euro und wurde vom festen Euro gebremst; auf vergleichbarer Basis legten die Erlöse jedoch um sechs Prozent zu.
Das Ergebnis im industriellen Geschäft sank um acht Prozent auf knapp drei Milliarden Euro. Während die Sparte Digital Industries deutlich zulegen konnte, drückten Rückgänge bei Mobility infolge von US-Zöllen sowie der bereits gemeldete Gewinnrückgang bei Siemens Healthineers auf das Gesamtergebnis.
Unterm Strich verringerte sich der Konzerngewinn um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro – im Rahmen der Markterwartungen.
Siemens bestätigte die Jahresprognose, zeigte sich für Digital Industries und Smart Infrastructure zuversichtlicher und senkte zugleich die Umsatzerwartung für Mobility. Als Reaktion auf die starken Mittelzuflüsse kündigte der Konzern zudem ein Aktienrückkaufprogramm von sechs Milliarden Euro über fünf Jahre an.
Analysten äußerten sich angesichts des kräftigen Auftragseingangs und der anhaltenden Impulse aus Software- und KI-Geschäft optimistisch.
Technische Analyse der Siemens-Aktie
In den vergangenen zwölf Monaten hat sich Siemens zum Zugpferd im DAX entwickelt: Während der Index seitwärts tendierte, startete der Münchner Industriekonzern eine beeindruckende Rallye.
Nach abrupten Rücksetzern im November und März mit jeweils zweistelligen Drawdowns folgte jedes Mal ein kraftvolles Comeback – zuletzt sprang der Kurs binnen sechs Wochen von gut 205 Euro auf über 265 Euro.
Siemens-Aktie lässt Raum für Überraschungen in beide Richtungen
Aktuell notiert der Kurs rund 24 Euro oberhalb der 200-Tage-Linie, die seit Monaten klar aufwärts zeigt – ein deutliches Indiz für einen intakten Trend. Die Aktie handelt komfortabel über ihrem langfristigen Durchschnitt, was das positive Momentum zusätzlich stützt.
Die jüngste Kursrallye hat den Abstand zum Mittelwert auf ein neues Hoch ausgeweitet. Das nährt zwar kurzfristig Optimismus, erhöht aber zugleich das Risiko einer Gegenbewegung.
Unsere Modelle sehen für die nächsten vier Wochen eine Spanne zwischen 222 Euro und 279 Euro – die Bandbreite bleibt damit groß. Der mittlere Prognosewert signalisiert einen moderaten Rückgang von gut vier Prozent, dennoch lässt die Range Überraschungen nach oben wie nach unten zu.
Anleger sollten mit anhaltender Dynamik rechnen – die Volatilität bleibt ein prägendes Merkmal der Siemens-Aktie.
Unser Vorhersagemodell für die nächsten vier Wochen kombiniert saisonale Muster aus vergleichbaren Zeiträumen der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Bewegungen sowie die Signale unseres Aktienklimas Deutschland. Die Schwankungsgrenzen (“Prognose-Ränder”) leiten wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts ab – sie spiegeln somit die in Optionsprämien eingepreisten Erwartungen der Investoren wider.
Capped-Bonus-Zertifikat als Investment-Idee von index-radar.de
Renditechance von 24,3 Prozent pro Jahr!
Während Anleger mit der Siemens-Aktie – Dividenden ausgenommen – nur bei steigenden Kursen profitieren, eröffnen Capped-Bonus-Zertifikate wie die WKN JE3DXG zusätzliche Ertragschancen. Attraktive Renditen sind auch bei Seitwärtsphasen oder moderaten Rückgängen möglich. Ein Pluspunkt: Der aktuelle Einstiegskurs des Papiers liegt unter dem Aktienkurs und reduziert damit das Risiko.
So funktioniert es
Berührt oder unterschreitet die Siemens-Aktie bis zum Bewertungstag (19. März 2027) die festgelegte Barriere von 220 Euro nicht, erhalten Anleger nach Laufzeitende den Bonusbetrag von 320 Euro je Zertifikat. Der aktuelle Einstieg liegt bei 266,1 Euro – also unter dem Aktienkurs.
Steigende Aktienkurse wirken sich in der Regel positiv auf das Zertifikat aus. Je näher der Kurs an den maximalen Auszahlungsbetrag heranläuft, desto geringer wird das verbleibende Bonuspotenzial. Abhängig von der Marktlage sind daher auch vorzeitig realisierte Gewinne möglich.
Capped-Bonus-Zertifikate sind börsentäglich handelbar – ein Verkauf ist jederzeit möglich, zum Beispiel, wenn der Großteil des Bonus bereits erreicht wurde.
Die Gewinnchancen im Überblick
Bei einem Kaufkurs von 266,1 Euro ergibt sich bis zur Fälligkeit im März 2027 ein Potenzial von 20,3 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Rendite von rund 24,3 Prozent – selbst dann, wenn die Aktie lediglich auf dem aktuellen Niveau verharrt.
Darauf sollten Anleger achten
Wird die um 15,8 Prozent tiefer liegende Barriere von 220 Euro während der Laufzeit berührt oder unterschritten, entfällt der Bonusmechanismus. Das Zertifikat entwickelt sich dann analog zur Siemens-Aktie – Gewinn oder Verlust hängt vom tatsächlichen Aktienkurs am Laufzeitende ab. Notiert dieser unter dem heutigen Niveau, drohen Verluste.