Nicolas Ebert liefert prägnante News mit feinem Gespür für wichtige Markttrends. Seit mehr als sechs Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de tätig, ist der Berliner in der Finanzwelt zu Hause. Seine Beiträge spannen den Bogen von Value-Werten und Asien-Märkten über US-Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern an den Weltbörsen. So entstehen kompakte Informationen, die Anlegern Orientierung geben.
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Südkorea und Taiwan brillieren im KI-Boom, sind jedoch stark von einigen Chip-Giganten abhängig. Barclays bewertet Japan daher als breiter aufgestellte und womöglich spannendere Asien-Wette.
Kurz zusammengefasst:
Bei der KI-Rallye in Asien sollten Investoren den Blick über Südkorea und Taiwan hinaus richten. Nach Einschätzung von Barclays könnte Japan aktuell mit einem günstigeren Chance-Risiko-Profil aufwarten.
Zwar profitieren Südkorea und Taiwan stark vom Halbleiteraufschwung, doch ihre Börsen hängen zunehmend an wenigen Chip-Schwergewichten. In Südkorea vereinen Samsung Electronics und SK Hynix zusammen über die Hälfte des Kospi; in Taiwan steht Taiwan Semiconductor Manufacturing Company für etwa 40 Prozent des Taiex.
Japan vielfältiger aufgestellt
Der Nikkei 225 liegt im laufenden Jahr über 30 Prozent im Plus und verschafft Zugang zu zahlreichen Gliedern der KI-Wertschöpfungskette. Dazu gehören Halbleiterausrüster wie Advantest (Advantest Aktie) und Tokyo Electron, aber ebenso Titel aus Handel, Telekom, Pharma und Chemie.
Barclays-Stratege Ajay Rajadhyaksha verortet daher die möglicherweise attraktivste KI-Wette in Tokio. Zwar hinkte der Nikkei der Performance von Kospi und Taiex jüngst etwas hinterher, dafür punktet er mit breiterer Streuung.
Auch Chetan Seth von Nomura zählt Japan zu den Gewinnern der KI-Hausse. Viele Nikkei-Konzerne sind direkt oder indirekt auf das Thema ausgerichtet. Zudem stützen Reformen in den Unternehmen, steigende Aktienrückkäufe und effizienterer Kapitaleinsatz den Markt.
Japan könnte damit zur vielfältigeren Alternative im asiatischen KI-Boom avancieren. Während Korea und Taiwan stärker an wenigen Halbleiter-Riesen hängen, bietet Tokio mehr Diversifikation – flankiert von strukturellen Reformimpulsen.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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