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Nach dem Anstieg über 4.300 US-Dollar fällt Gold erneut unter die Marke von 4.000 US-Dollar. Citi warnt vor möglichen Rücksetzern bis 3.600 US-Dollar, während die Bank of America ein Ziel von 5.000 US-Dollar je Unze in Reichweite sieht.
Kurz und knapp:
Der Goldkurs hat nach seinem Rekordhoch eine spürbare Korrektur begonnen. In der Vorwoche kletterte die Feinunze erstmals über 4.300 US-Dollar, inzwischen rutschten Spot- und Future-Notierungen zeitweise unter 4.000 US-Dollar. Trotz der Schwäche liegt das Edelmetall im Jahr 2025 weiterhin mit über 40 Prozent im Plus.
Maximilian Layton, globaler Leiter Rohstoffforschung bei Citi, rechnet damit, dass die Schwächephase anhalten könnte. Eine starke Unterstützungszone verortet er bei 3.600 US-Dollar – ein Rückgang von rund 10 Prozent.
Als Treiber der jüngsten Bewegung sieht Layton ein nachlassendes Krisennarrativ: “Die Hinwendung von Präsident Donald Trump zu Verhandlungen nicht nur mit China, sondern auch mit Malaysia, Thailand, Vietnam, Kambodscha und wahrscheinlich bald auch mit Brasilien, Indien und Taiwan sowie das mögliche Ende des Shutdowns in den USA werden dazu führen, dass Gold in den kommenden Tagen und Wochen weiter fallen wird”, schrieb er.
Auch weitere Faktoren, die den Goldpreis in diesem Jahr beflügelt hatten, wirken derzeit weniger stark. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, Fed-Gouverneurin Lisa Cook im Amt zu bestätigen, dämpfte Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Zugleich haben sich Befürchtungen einer KI-Blase abgeschwächt, während Investoren die hohen Bewertungen großer Tech-Konzerne zunehmend akzeptieren.
Analysten bleiben langfristig positiv
Trotz der laufenden Korrektur überwiegt an der Wall Street der Optimismus für den längerfristigen Trend. Michael Hsueh von der Deutschen Bank erwartet eine Bodenbildung zwischen 3.700 und 3.800 US-Dollar und sieht den Rückgang damit “eher seinem Ende als seinem Anfang” nahe.
Die Bank of America (Bank of America Aktie) nennt noch höhere Ziele. Rohstoffstratege Michael Widmer verortet den Goldpreis 2026 bei 5.000 US-Dollar je Unze – über 25 Prozent oberhalb des aktuellen Niveaus. Ähnlich positioniert sich Dan Watrobski von Janney Montgomery Scott mit einer langfristigen Spanne von 4.500 bis 5.000 US-Dollar.
Layton unterstreicht zudem die Rolle von Gold als Absicherung:
“Die mittel- bis langfristigen Argumente für eine Allokation in Gold als Absicherung gegen geopolitische Spannungen, einen Rückschlag am Aktienmarkt oder Risiken aus der Staatsverschuldung sind nach wie vor stark.”
Wichtig bleibe jedoch der richtige Einstiegszeitpunkt: Bei rund 4.000 US-Dollar sieht Citi laut Layton derzeit keinen besonders attraktiven Kaufbereich.
Offen ist damit, wie viel kurzfristiges Risiko die Märkte verkraften – und ab wann Investoren wieder verstärkt in das Edelmetall umschichten.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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