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Kurz zusammengefasst:
Israel hatte am Morgen den Beginn eines “Präventivschlags” bekannt gegeben. Kurz darauf bestätigte Trump in einer Videobotschaft auch Einsätze des US-Militärs. Diese zielten darauf ab, die militärischen Fähigkeiten des Landes zu zerschlagen und den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu rechtfertigte die neuen Angriffe ebenfalls mit der nuklearen Bedrohung durch den Iran – nicht nur für Israel. “Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen”, sagte Netanjahu.
Israel: Angriffe zielten auf Irans Führung
Nach Militärangaben versuchte Israel im Iran gezielt, Vertreter der Führung in Teheran zu treffen. Am Morgen seien gleichzeitig mehrere Orte in der Hauptstadt attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. Dort hätten sich “hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führung Irans versammelt”. Der Iran erklärte hingegen, zentrale Staatsrepräsentanten wie der Präsident seien unversehrt. Verlässliche Informationen zum Verbleib von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei, dessen Residenz zerstört wurde, lagen zunächst nicht vor.
Panik im Iran
Heftige Detonationen versetzten Menschen in Teheran und anderen Regionen in Angst und Schrecken. Welche Ziele genau getroffen wurden, blieb offen. Ein Video der Nachrichtenagentur Mehr zeigte schwere Verwüstungen mitten in der Millionenstadt. Auf der Aufnahme war ein vollständig zerstörtes Gebäude zu sehen, am Rand der Trümmer befanden sich mehrere Rettungskräfte.
Augenzeugen berichteten per SMS von langen Schlangen an Tankstellen in Teheran. Viele versuchten, die Hauptstadt zu verlassen. Zahlreiche Geschäfte blieben geschlossen. Ärztinnen, Ärzte und Pflegepersonal wurden auf Bereitschaft gesetzt.
Iran: Rakete tötet Dutzende Kinder
Explosionen wurden auch aus Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris gemeldet. Ebenso gab es Detonationen nahe Isfahan, wo ein zentrales Nuklearzentrum liegt. Im Süden des Landes kamen laut Staatsmedien bei einem Raketenangriff 85 Kinder in einer Mädchenschule ums Leben.
Iranische Gegenangriffe – begrenzte militärische Fähigkeiten
Der Iran attackierte zudem US-Militärstützpunkte in mit den USA verbündeten Golfstaaten. Die Vereinigten Arabischen Emirate, wo in Abu Dhabi eine Person durch Raketentrümmer getötet wurde, sprachen von einer “gefährlichen Eskalation” und einem “feigen Akt”.
Nach Einschätzung eines Experten verfügt der Iran nicht über die Schlagkraft, die USA militärisch empfindlich zu treffen. “Die Iraner versuchen zwar, überall dort anzugreifen, wo die Amerikaner im Nahen Osten stationiert sind”, sagte der Politologe Maximilian Terhalle von der kalifornischen Stanford University der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich jedoch eher um Nadelstiche.
Raketenalarm in Israel
In vielen Teilen Israels und im Westjordanland heulten den Tag über immer wieder die Sirenen wegen anfliegender Raketen und Geschosse. Auf Entwarnungen folgten teils nach kürzester Zeit neue Alarme, was ein normales Leben kaum möglich machte. Medien berichteten von vereinzelten Einschlägen ohne Opfer. Einige Menschen verletzten sich jedoch auf dem Weg in Schutzräume oder mussten wegen Angstattacken behandelt werden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Angriffe nach Verhandlungen
Noch am Donnerstag hatten die USA und der Iran über das umstrittene Atomprogramm verhandelt. Für eine Einigung setzte Trump Teheran ein Ultimatum bis Anfang März – und drohte bei einem Scheitern mit militärischen Schritten.
Trump: Iran wollte einfach nur Böses tun
Trump rief die iranische Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. “Bomben werden überall fallen.” Die Führung des Landes beschuldigte er, sich einem Deal zum Atomprogramm verweigert zu haben. “Sie wollten einfach nur Böses tun.”
Der Iran forderte die UN und die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt sei einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, erklärte das Außenministerium.
Auch Russland verurteilte das Vorgehen der USA und Israels. Es handle sich um einen Angriff auf einen “souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen”, teilte das Außenministerium in Moskau mit.
Krisenstab in Berlin
Die Bundesregierung berät über die erneute Eskalation im Nahen Osten. Im Auswärtigen Amt kam der Krisenstab zusammen. Am Montag wollte Kanzler Friedrich Merz in die USA reisen und dort am Dienstag Trump treffen. Ob der Termin bestehen bleibt, war zunächst offen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die Entwicklung “äußerst besorgniserregend”. “Wir rufen alle Parteien auf zu größtmöglicher Zurückhaltung, Zivilisten zu schützen und das Völkerrecht zu achten”, schrieb sie auf X./ro/DP/stk