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Goldman Sachs rechnet 2026 mit einer deutlichen Belebung der M&A-Tätigkeit in Italien. Diese Branchen könnten besonders profitieren.
Kurz und knapp:
Nach Einschätzung von Goldman Sachs dürften die M&A-Aktivitäten (Übernahmen) in Italien 2026 weiter anziehen – vor allem in den Bereichen Banken, Technologie, Telekommunikation und Pharma. “Italien hält seine Dynamik, mit steigenden M&A-Volumina, einer Erholung der Sponsoraktivitäten und einer schrittweisen Wiederbelebung des IPO-Marktes”, sagte Marco Paesotto, Co-Leiter des Investmentbankings in Italien.
Als zentraler Faktor gilt die politische Stabilität, die ausländische Investoren anzieht. “Mit einem Defizitziel unter drei Prozent und Wahlen erst in zwei Jahren dürfte sich dieser Trend fortsetzen”, ergänzte Paesotto.
2025 belief sich das kumulierte Volumen der zehn größten Deals in Italien auf 51 Milliarden Euro und lag damit über dem Durchschnitt von 48 Milliarden Euro in den Jahren 2019 bis 2024, so eine Präsentation von Goldman Sachs (Aktie von Goldman Sachs).
Zu den größten Transaktionen zählten die Übernahme von Mediobanca durch Banca Monte dei Paschi di Siena, der Kauf der Iveco-Gruppe durch Tata Motors sowie die Bündelung der Raumfahrtaktivitäten von Airbus, Leonardo und Thales.
Giuseppe Pipitone, Leiter M&A Italien, betonte, dass die fortschreitende Konsolidierung im Banken- und Finanzsektor weiterhin Synergien heben werde. Im Telekomsektor nehme das Investoreninteresse ebenfalls zu, was auf eine Reihe mittelgroßer Transaktionen hindeutet.
Auch im Pharmabereich wird mit Wachstum durch Zukäufe und die Erschließung neuer Märkte gerechnet, da die Branche weiterhin hohe Margen aufweist.
Edoardo Rava, Co-Leiter des Investmentbankings in Italien, erwartet in den kommenden Jahren mehr Private-Equity-Deals, da viele Portfoliounternehmen inzwischen eine beachtliche Größe erreicht haben. 2025 sei ein Übergangsjahr gewesen, geprägt von Blockgeschäften und Kapitalerhöhungen; zugleich hätten die Gespräche über mögliche Börsengänge in der zweiten Jahreshälfte zugenommen.
Paesotto erklärte, dass klassische Exits von Sponsor zu Sponsor zunehmend schwieriger werden, da Fondsgrößen und Vermögenswerte in den letzten zehn Jahren deutlich gewachsen sind. Eine Wiederöffnung des IPO-Marktes könnte zusätzliche Exit-Optionen schaffen.
“Mit der Normalisierung der IPO-Bedingungen in Europa könnten Sponsoren Börsengänge wieder als glaubwürdige Alternative zu strategischen Verkäufen oder Secondary Buyouts betrachten – insbesondere bei hochwertigen, cash-starken Vermögenswerten”, fügte er hinzu.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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