FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Dax hat am Dienstag in der Nähe seines Rekordhochs leicht nachgegeben. Da es im Iran-Krieg keine Fortschritte gibt, fehlten dem Leitindex die Impulse, um die Bestmarke von 26.445 Punkten anzugehen. Zur Mittagszeit lag der Dax 0,2 Prozent im Minus bei 26.280 Punkten. Der MDax büßte mit 0,4 Prozent auf 32.133 Punkte etwas mehr ein.
Für dich zusammengefasst:
Nach Einschätzung der Helaba dämpfen neue, gegenseitige Forderungen die Erwartungen an eine Annäherung im Iran-Konflikt. Die UBS-Experten sehen neben geopolitischen Belastungen auch Risiken durch KI-Bewertungen und Leitzinsen. Zugleich nennt das Team um Investmentchef Mark Haefele mehrere Gründe, dennoch engagiert zu bleiben.
Die UBS verweist zunächst auf steigende Unternehmensgewinne, die überwiegend über den Prognosen liegen. Zudem rechnen die Analysten damit, dass einige Risiken vorerst entschärft bleiben. Jüngste US-Konjunkturdaten untermauern ihre Erwartung einer unveränderten Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Der Iran-Krieg bleibe zwar ein Unsicherheitsfaktor, erscheine in seinen Auswirkungen derzeit aber beherrschbar.
Im Blickfeld standen die Aktien von PNE mit einem Kurssturz von fast 20 Prozent. Auslöser war der erfolglose Versuch des Energieprojektentwicklers, einen Käufer für sich zu finden: Angebliche Offerten lagen unter dem aktuellen Börsenkurs.
Die Berichtssaison bot etliche Nebenwerte, darunter Immobilienaktien. Ein operativ starkes erstes Halbjahr reichte der ins Minus gedrehten TAG-Immobilien-Aktie nicht für Rückenwind, während Patrizia im SDax mit plus 2,2 Prozent zu den Favoriten zählte. Dank deutlich höherer Gewinne kletterte der Kurs auf ein Vierwochenhoch.
Aus der Reihe der Zahlenvorlagen stach Cancom (Cancom Aktie) hervor: Nach enttäuschenden Halbjahreszahlen rutschte der IT-Dienstleister weiter deutlich ab. Ein Händler hält den bestätigten Ausblick für zunehmend ambitioniert. Zuletzt summierte sich das Minus auf sieben Prozent. Das belastete auch Bechtle (Bechtle Aktie) , wo die Verluste bei rund zwei Prozent lagen.
Positives meldete die RTL Group : Mit etwas mehr Optimismus für das Streaming-Geschäft und einem infolge der Sky-Deutschland-Übernahme erhöhten Umsatzausblick konnten die Anleger überzeugt werden. Die Aktie stieg um knapp ein Prozent.
Der Salzgitter-Kurs geriet mit fast drei Prozent unter Druck. Der Stahlkonzern legte endgültige Zahlen mit enttäuschenden Details vor. Laut Analyst Dominic O’Kane von JPMorgan verfehlte die Stahlfertigung wegen höherer Kosten die Erwartungen.
Bei weiteren Unternehmen mit Zahlen fielen die Reaktionen überwiegend leicht negativ aus; die Aktien von Dermapharm und Jungheinrich gaben nur moderat nach. Die Papiere der Norma Group verloren etwas deutlicher um 1,2 Prozent – hier kam es auf dem höchsten Niveau seit mehr als zwei Jahren zu Gewinnmitnahmen.
Titel von OHB lagen nach der Nachricht mit knapp einem Prozent im Plus, dass das Raumfahrtunternehmen im SDax in Kürze den Platz des Stahlhändlers Klöckner & Co übernimmt, der wegen der Übernahme durch Worthington Steel ausscheidet./tih/jha/
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