DAX
24.327,19
+0,35%
MDAX (Perf.)
30.371,59
+0,40%
Stephen Innes, Managing Director von SPI Asset Management, sprach von einem “Verhandlungstheater” und verglich die jüngste Eskalation mit einem Schachspiel, “bei dem jeder Zug genauso für die Öffentlichkeit wie für das Brett gemacht wird”. Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, fühlte sich durch den Dax-Einbruch am Freitag an “böse Erinnerungen” aus Zeiten erinnert, die man überwunden glaubte. Nun setzen Anleger wieder auf eine Einigung der zwei größten Volkswirtschaften der Welt.
Zuletzt legte der Dax 0,3 Prozent auf 24.312 Zähler zu. Am Donnerstag war das deutsche Börsenbarometer, getragen von Zinssenkungshoffnungen und anhaltender KI-Euphorie, auf ein Rekordhoch von 24.771 Punkten gestiegen. Der MDax
Nachdem China in der Vorwoche seine Exportkontrollen für Seltene Erden sowie für deren Gewinnungstechnologien verschärft hatte, stellte US-Präsident Donald Trump am Freitag ein geplantes Treffen mit Präsident Xi Jinping in Südkorea infrage und drohte mit zusätzlichen 100-Prozent-Zöllen. Die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks reagierten mit deutlichen Verlusten. Am Sonntag vollzog Trump schließlich eine Kehrtwende.
Auf der Plattform Truth Social schrieb er: “Machen Sie sich keine Sorgen um China, alles wird gut”. Xi habe nur einen “schlechten Moment gehabt”, und keiner von ihnen wolle China in eine “Depression” stürzen. Vielmehr wollten die “USA China helfen, nicht schaden”. Wie der Republikaner zu dieser Einschätzung kam, blieb vorerst unklar.
Für Stabilität an den Börsen im Euroraum sorgte am Sonntag, dass im hochverschuldeten Frankreich Sébastien Lecornu nach seiner erneuten Ernennung zum Premierminister ein neues Kabinett bildete. Allerdings steht die Regierung stark unter Druck, bis zum Jahresende einen Haushaltsentwurf vorzulegen. Zudem könnte sie einem Misstrauensvotum der Opposition gegenüberstehen.
Unternehmensmeldungen waren am Montag rar. Das Plus bei den meisten Aktien ging vor allem auf die allgemeine Markterholung zurück, wobei FMC
BMW (BMW Aktie)
Im SDax
Wacker Neuson verloren am Ende des SDax 4,6 Prozent, nachdem Warburg Research die Kaufempfehlung gestrichen und auf die Nachfrageschwäche im US-Geschäft verwiesen hatte./ck/stw
— Von Claudia Müller, dpa-AFX —