Quelle: CC2″>
– ©Wolfgang Manousek CC2: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de
ARIVA.DE Redaktion  | 
Aufrufe: 217
Am Dienstag zählte die Allianz-Aktie zu den schwächsten DAX-Titeln. Neue KI-Funktionen rund um ChatGPT nähren Befürchtungen wachsender Konkurrenz – ähnlich wie zuletzt bei Softwarewerten. Sind diese Sorgen bei der Allianz gerechtfertigt?
Kurz zusammengefasst:
Am Dienstag standen Europas Versicherer spürbar unter Druck. Auslöser sind zunehmende Befürchtungen, dass Künstliche Intelligenz den Vertrieb von Policen grundlegend umkrempeln und damit die Margen belasten könnte. Der europäische Versicherungsindex verlor rund zwei Prozent und näherte sich seiner 100-Tage-Durchschnittslinie.
Was die Unruhe auslöste
Über den KI-Chatbot ChatGPT lassen sich inzwischen personalisierte Versicherungsangebote ausspielen. Damit entwickelt sich die Plattform zunehmend zu einem direkten Vertriebskanal. Erste Anwendungen kommen unter anderem vom spanischen Digitalversicherer Tuio (Hausrat) sowie von der US-Vergleichsplattform Insurify für Autoversicherungen.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
|
5
|
10
|
20
|
, DE000NB18HV9
, DE000NB4FLA9
, DE000NB1NHD1
, DE000NB063D5
, DE000NB40LD3
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Viele Anleger fühlen sich dadurch an die jüngsten Kursverluste bei Softwarefirmen ohne klares Alleinstellungsmerkmal erinnert. Die Sorge: Wenn KI den Zugang zu Kunden erleichtert, könnten klassische Vertriebsmodelle an Bedeutung verlieren und der Preisdruck steigen.
Ein Branchenblick relativiert die Sorgen
Mehr Preistransparenz dürfte den Wettbewerb zwar anheizen. Für große Anbieter wie die Allianz (Allianz Aktie) eröffnen KI-Modelle jedoch erhebliche Effizienzchancen. Digitale Beratung, automatisierte Angebote und schlankere Abschlussprozesse können die Vertriebskosten deutlich senken.
Noch größer ist das Einsparpotenzial in Bereichen wie Schadenbearbeitung, Betrugserkennung und Leistungsprüfung. Hier versprechen KI-Systeme schnellere Entscheidungen, weniger Fehler und große Produktivitätsgewinne – ein struktureller Vorteil für kapitalstarke Konzerne.
Unterm Strich: Was zunächst wie eine Bedrohung wirkt, könnte sich für Versicherer langfristig als Treiber höherer Margen entpuppen.
Härter trifft es die Makler
Deutlich stärker unter Druck gerieten im US-Handel am Montag hingegen Versicherungsvermittler und -makler. Anleger befürchten, dass KI-gestützte Vergleichs- und Abschlussplattformen klassische Zwischenhändler teilweise überflüssig machen. Besonders betroffen waren: Marsh & McLennan Companies, Aon, Arthur J. Gallagher & Co, Willis Towers Watson und Brown & Brown. Sie gelten als zentrale Profiteure traditioneller Vertriebsstrukturen – genau dort setzt die KI-Disruption nun an.
Fazit:
Die momentane Nervosität rund um Europas Versicherer erscheint überzogen. KI dürfte den Vertrieb zwar stark verändern, doch große Konzerne wie die Allianz könnten profitieren – durch neue Kundenzugänge und erhebliche Kosteneffekte.
Deutlich kniffliger dürfte die Lage hingegen für klassische Versicherungsmakler werden. Dort droht KI tatsächlich, Geschäftsmodelle nachhaltig unter Druck zu setzen.
Konsequenz für Anleger: Versicherer sind nicht per se zu meiden – Vermittler sollten vorerst mit Vorsicht beurteilt werden.
Ariva-Redaktion/MW
Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt
Dein Kommentar zum Artikel im Forum
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Weitere Artikel des Autors