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finaktien.de > Blog > Startseite > Deutschland vorn, Frankreich schwächelt – so sieht die Zukunft der europäischen Aktienmärkte aus
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Deutschland vorn, Frankreich schwächelt – so sieht die Zukunft der europäischen Aktienmärkte aus

Last updated: November 29, 2025 6:44 pm
Klaus Meyer
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Deutschland vorn, Frankreich schwächelt – so sieht die Zukunft der europäischen Aktienmärkte aus

Quelle: – pixabay.com

ARIVA.DE Redaktion &nbsp|&nbsp 29. November 2025, 13:48


Aufrufe: 679

Europa startet wider Erwarten robust in das Jahr 2026: fallende Zinsen, belastbare Bilanzen und kräftige KI-Investitionen sorgen für Rückenwind an den Märkten. Gleichzeitig bremsen politische Risiken und US-Zölle – und die Entwicklung der einzelnen Länder driftet deutlich auseinander.

Kurz zusammengefasst:

Nach Einschätzung von Sebastian Schrott, Portfoliomanager bei T. Rowe Price, gehen Europas Börsen mit einer vorsichtig zuversichtlichen Ausgangslage in das Jahr 2026. Die transatlantischen Handelsbeziehungen hätten sich spürbar entspannt, so Schrott, und höhere staatliche Mittel für Verteidigung und Infrastruktur dürften die Konjunktur in den kommenden Jahren stützen.

Fallende Zinsen in der Eurozone schaffen zusätzlichen Spielraum. Zugleich bleiben die Bilanzen privater Haushalte und Unternehmen solide. Mittel- bis langfristig könnten KI-getriebene Innovationen Produktivität und Unternehmensgewinne in Europa deutlich anheben.

Deutschland und Skandinavien vorn – Frankreich hinkt weiter hinterher

Schrott verweist auf die sehr unterschiedliche haushaltspolitische Ausgangslage in Europa. Deutschland, die nordischen Länder und mehrere Staaten Südeuropas wirkten deutlich robuster als Frankreich oder Großbritannien, wo die politischen Unsicherheiten zunehmen. Entsprechend hält T. Rowe Price an einer Übergewichtung deutscher und nordischer Aktien fest, während französische Titel untergewichtet bleiben.

Gleichzeitig warnt Schrott vor externen Belastungsfaktoren. Eine Abschwächung der US-Konjunktur – getrieben von höheren Zöllen und nachlassendem Jobwachstum – könnte Europa dämpfen. Auch der Krieg in der Ukraine und die anhaltend hohe geopolitische Unsicherheit belasten Konsumenten- und Unternehmensvertrauen.

Wachstum im Vordergrund – Value nach wie vor attraktiv

Im aktuellen Umfeld bevorzugt Schrott weiterhin qualitativ hochwertige Wachstumsaktien. Dennoch erscheinen Value-Titel im historischen Vergleich weiterhin günstig. „Der Markt befindet sich in einer neuen Phase, geprägt von persistentem Inflationsdruck und normalisierten Zinsen“, so Schrott.

Small und Mid Caps bleiben für Schrott besonders spannend: Sie profitieren überdurchschnittlich von einem festeren Euro und sinkenden europäischen Zinsen und sind weniger von den Handelsströmen mit den USA abhängig. Derzeit werden sie mit einem Abschlag von 5 bis 10 Prozent gehandelt.

Trotz verhaltener Gewinnentwicklung erscheinen europäische Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 bis 15 weiterhin attraktiv bewertet.

Finanzen, Health Care und KI-Infrastruktur im Fokus

Auf Sektorebene setzt T. Rowe Price auf eine selektive Ausrichtung. Banken und Versicherer bieten aus Schrotts Sicht günstige Bewertungen und nachvollziehbares Aufwärtspotenzial.

Im Gesundheitswesen haben die politischen und regulatorischen Gegenwinde der vergangenen Monate teilweise nachgelassen. Dadurch eröffnen sich neue Chancen in der Medizintechnik und bei Unternehmen aus den Biowissenschaften.

Technologie und Industrie dürften zudem stark von der globalen Ausbreitung von KI-Anwendungen profitieren. Besonders der Ausbau von Rechenzentrumsinfrastruktur bleibt ein zentraler Wachstumstreiber. Das derzeit hohe Investitionstempo sei zwar aufmerksam zu beobachten, dennoch sieht Schrott Europa in einer frühen Einführungsphase von KI mit signifikantem Wachstumspotenzial.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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