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finaktien.de > Blog > Startseite > Der KI-Boom ist in vollem Gange – jetzt wird es jedoch eng, denn der Flaschenhals liegt anderswo
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Der KI-Boom ist in vollem Gange – jetzt wird es jedoch eng, denn der Flaschenhals liegt anderswo

Last updated: May 2, 2026 11:56 am
Klaus Meyer
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Der KI-Boom ist in vollem Gange – jetzt wird es jedoch eng, denn der Flaschenhals liegt anderswo

Seit dem Start von ChatGPT im November 2022 hat Künstliche Intelligenz (KI) Realwirtschaft und Kapitalmärkte deutlich beeinflusst. Die Analysten der DZ Bank werten dies nicht als kurzfristigen Hype, sondern als nachhaltigen Wachstumsschub. Zugleich warnen sie vor erheblichen Investitionsrisiken, knappen Ressourcen und einem möglichen Rückstand Europas.

In der Realwirtschaft wirkt KI als bedeutender Treiber. Besonders in den USA steigen die Ausgaben für Software, Datenverarbeitung und Rechenzentren kräftig an. Schon heute liefert die Technologie damit einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum.

In Europa dürften die Effekte schwächer und zeitverzögert eintreten. Für Deutschland verweist die DZ Bank auf Schätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, wonach KI die Wirtschaftsleistung in den kommenden Jahren im Durchschnitt um zusätzlich 0,8 Prozent pro Jahr erhöhen könnte.

Zentraler Produktivitätstreiber

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Strategie Hebel
Steigender Kurs


Call

5

10

20

Fallender Kurs


Put

5

10

20

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB2ZX30
, DE000NB591Z8
, DE000NB6B0C4
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. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Unternehmen können Abläufe automatisieren, Kosten reduzieren und neue Erlösquellen erschließen. KI unterstützt etwa bei personalisierten Angeboten, präziseren Nachfrageprognosen, schnelleren Kreditprüfungen und effizienteren Plattformmodellen.

Gleichzeitig wandelt die Technologie die Arbeitswelt. Besonders einfache Einstiegspositionen und Routinetätigkeiten könnten stärker unter Druck geraten. Die DZ Bank betont jedoch, dass frühere Technologieschübe die Arbeitslosigkeit langfristig nicht dauerhaft erhöht haben.

An den Aktienmärkten hat der Boom bereits zu einer kräftigen Neubewertung geführt. Seit Ende 2022 preisen Anleger einen Schub bei Produktivität und Gewinnen ein. Überproportional profitiert haben die großen US-Technologiekonzerne. Die Magnificent Seven stehen inzwischen für mehr als 35 Prozent der Marktkapitalisierung des S&P 500.

Die DZ Bank erkennt darin einerseits die frühe Phase eines Superzyklus, in der Kapital und Rechenleistung bei wenigen Konzernen gebündelt werden. Andererseits erhöht diese Konzentration die Anfälligkeit der Märkte.

Potenzielle Blasenbildung

Gegen eine Übertreibung spricht aus Sicht der DZ Bank, dass die heutigen Tech-Giganten profitabel arbeiten, starke Cashflows generieren und bereits reale KI-Umsätze erzielen. Zudem liegen die Bewertungen unter den Extremen der Dotcom-Ära.

Für eine Blase sprechen hingegen die sehr hohe Kursdynamik, die ausgeprägte Anleger-Euphorie und die starke Fokussierung auf wenige Titel.

Besonders groß ist die Wette der sogenannten Hyperscaler. Amazon (Amazon Aktie), Alphabet (Alphabet C Aktie), Meta Platforms, Microsoft und Oracle investieren massiv in Rechenzentren. Ihre gemeinsamen KI-Investitionen könnten im Jahr 2026 auf 681 Milliarden US-Dollar steigen. Im Jahr 2025 lagen sie noch bei 412 Milliarden US-Dollar. Bis 2028 könnten die Ausgaben auf rund 800 Milliarden US-Dollar anwachsen. Der Großteil entfällt auf Rechenzentren, Grafikprozessoren, Server, Netzwerktechnik, Speicher, Sicherheitssysteme und Baukosten.

Hoher Investitionsbedarf drückt den freien Cashflow

Die DZ Bank erwartet, dass das Verhältnis von freiem Cashflow zu KI-Investitionen von durchschnittlich 122 Prozent in den Jahren 2020 bis 2024 bis 2026 auf nur noch elf Prozent sinkt. Entscheidend wird damit, ob sich die Aufwendungen später durch höhere Umsätze und Gewinne tatsächlich amortisieren.

Neben finanziellen Risiken bremsen auch physische Engpässe den Ausbau. Besonders rar sind Grafikprozessoren. Nvidia (Nvidia Aktie) dominiert diesen Markt mit einem Anteil von über 90 Prozent.

Auch Energie, Netzanschlüsse, Transformatoren, Kühlsysteme, geeignete Flächen und Fachkräfte entwickeln sich zu kritischen Engpassfaktoren. Bei Transformatoren betragen die Lieferzeiten teils mehr als drei Jahre.

Fazit der Banker

Künstliche Intelligenz ist ein realer Wachstumsmotor und nicht bloße Börsenfantasie. Ein Teil der bisherigen Kursanstiege lässt sich fundamental begründen.

Gleichzeitig hängt vieles davon ab, ob die enormen Investitionen der Technologiekonzerne künftig ausreichende Renditen erzielen. Im globalen KI-Wettlauf geben die USA klar den Takt vor, während Europa aufgrund langsamerer Prozesse und strengerer Regulierung weiter zurückzufallen droht.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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