Etwa 83 Prozent aller Bitcoin wurden seit mindestens 155 Tagen nicht bewegt – ein Rekordwert. Historisch wurde ein solcher Anstieg bei Langzeithaltern häufig als Hinweis auf eine Akkumulationsphase gedeutet.
Bitcoin-Langzeitinvestoren besitzen aktuell mehr BTC als jemals zuvor. Laut Coinglass liegen rund 16,64 Millionen Bitcoin auf Adressen, die ihre Bestände seit mindestens 155 Tagen nicht bewegt haben. Das entspricht etwa 83 Prozent des umlaufenden Angebots und einem Gegenwert von ungefähr 1,07 Billionen US-Dollar.
Wie „BTC-ECHO“ berichtet, ist dieses Volumen seit November 2025 um rund 14 Prozent gewachsen. Nach dem Allzeithoch von Bitcoin im Oktober 2025 bei über 126.000 US-Dollar folgte eine Korrektur. In dieser Phase wechselten den Daten zufolge mehr als zwei Millionen Bitcoin von kurzfristig orientierten zu langfristig ausgerichteten Investoren.
- 16,64 Millionen BTC liegen bei Adressen mit einer Haltedauer von mindestens 155 Tagen
- Das sind etwa 83 Prozent des zirkulierenden Bitcoin-Angebots
- Seit November 2025 nahm der Bestand um rund 14 Prozent zu
- Über zwei Millionen BTC gingen seit der Korrektur in langfristige Hände über
- Historisch trat dieses Muster häufig nahe früherer Zyklus-Tiefs auf
„BTC-ECHO“ weist darauf hin, dass ein wachsender Anteil bei Langzeithaltern trotz fallender oder stagnierender Kurse als Zeichen von Akkumulation gilt. In früheren Marktphasen fiel dieses Verhalten regelmäßig mit der Bodenbildung zusammen. Das deutet darauf hin, dass Kapital im Markt verbleibt und nicht in großem Umfang abverkauft wird.
Nicht alle Marktbeobachter erwarten eine schnelle Bitcoin-Wende
Trotz dieses historischen Musters ist der Ausblick umstritten. „BTC-ECHO“ zitiert den Lubian-Gründer Zhuoer Jiang, der das Zyklustief erst zwischen Oktober und Dezember 2026 erwartet. Er sieht einen möglichen Boden im Bereich von 42.000 bis 44.000 US-Dollar.
Zur Begründung verweist Jiang auf den mNAV-Wert von Strategy. Dieses Verhältnis aus Marktkapitalisierung und Wert der gehaltenen Bitcoin sank zuletzt auf 0,72 und nähert sich damit dem Tief vom Mai 2022 bei 0,7 an.