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Tom Lee sorgt mit seinen Vorhersagen zu Bitcoin und dem S&P 500 regelmäßig für Kontroversen – und lag in der Vergangenheit oft erstaunlich richtig. So denkt und arbeitet der Fundstrat-Chef und weshalb sein Optimismus an der Wall Street zum Erfolgsrezept wurde.
Kurz für dich zusammengefasst:
Tom Lee gilt in der Finanzszene als ausgesprochener Optimist. Seine Prognosen sind bisweilen spektakulär: Der S&P 500 könnte sich bis 2030 mehr als verdoppeln, Bitcoin womöglich auf drei Millionen US‑Dollar steigen.
Ausgebildet an der Wharton School, medienerfahren und seit Jahren eine feste Größe an den Märkten: Für Kritiker ist er ein „Permabull“, für Anhänger einer der wenigen, deren stetiger Optimismus sich ausgezahlt hat. Dem Etikett widerspricht er nicht offen, betont aber: Wer in den vergangenen zehn Jahren nicht positiv eingestellt war, „lag chronisch daneben“. Tatsächlich hat sich der S&P 500 seit der Gründung von Fundstrat im Jahr 2014 mehr als verdreifacht.
Mit 45 gab Lee seine komfortable Position als Chef-Aktienstratege bei JPMorgan auf und gründete gemeinsam mit seinem langjährigen Freund John Bai Fundstrat. Heute betreut das Unternehmen laut Bloomberg über 10.000 Privatkunden und mehr als 400 institutionelle Mandate. Vor Kurzem kam eine Vermögensverwaltung hinzu, die drei ETFs mit fast vier Milliarden US‑Dollar managt.
Seine wohl bekannteste Prognose stammt aus dem Jahr 2017: Bitcoin könne bis 2022 auf 55.000 US‑Dollar steigen. Damals notierte der Preis bei rund 2.500 Dollar (Dollarkurs). Viele erklärten ihn für übergeschnappt. „Wir haben danach elf Hedgefonds-Kunden verloren“, sagt Bai. Doch Lee behielt Recht: 2021 wurde die Marke erreicht, anschließend kletterte Bitcoin bis auf ein Rekordhoch von etwa 126.000 US‑Dollar.
Inzwischen blickt Lee weit über Aktien und Kryptowährungen hinaus. Er steht dem früheren Mining-Unternehmen BitMine Immersion Technologies vor, das Ether im Wert von rund 12 Milliarden US‑Dollar erworben hat. Diese Wette liegt derzeit klar im Minus, weil Ether rund 40 Prozent gefallen ist. Lee bleibt gelassen.
BitMine steht stets unter dem Einfluss des Ether-Preises.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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