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finaktien.de > Blog > Rezension > Anleger favorisieren Gold und China als Gegengewicht zum KI-Hype
Rezension

Anleger favorisieren Gold und China als Gegengewicht zum KI-Hype

Last updated: November 2, 2025 3:47 pm
Klaus Meyer
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Anleger favorisieren Gold und China als Gegengewicht zum KI-Hype

Quelle: – © gilaxia / E+ / Getty Images

ARIVA.DE Redaktion &nbsp|&nbsp 02. November 2025, 15:55


Aufrufe: 317

Während der weltweite KI-Hype die Kurse auf Rekordstände treibt, suchen Investoren nach Schutz vor einer möglichen Blasenbildung. Als heimliche Profiteure gelten Gold und chinesische Aktien.

Kurz zusammengefasst:

Nach Einschätzung der Strategen der Bank of America (Bank of America Aktie) sind Gold (Goldkurs) und chinesische Aktien aktuell die wirksamsten Absicherungen gegen eine mögliche Überhitzung des globalen KI-Trends. Der S&P 500 wird derzeit zum 23‑fachen der erwarteten Gewinne gehandelt – deutlich über dem 20‑Jahres‑Mittel von 16.

Besonders hoch bewertet sind die sogenannten Magnificent Seven: Sie kommen auf das 31‑Fache und vereinen inzwischen mehr als ein Drittel des US‑Leitindex auf sich.

“Die Vormachtstellung der KI‑Aktien dürfte vorerst anhalten, doch Gold und China‑Aktien sind die besten Hedges gegen eine Blase”, schrieben die BofA‑Strategen in einer Notiz. Die Rally habe dem S&P 500 seit dem April‑Tief rund 17 Billionen US‑Dollar an Wertzuwachs beschert. Nvidia (Nvidia Aktie), Aushängeschild des KI‑Booms, wurde in dieser Woche zum ersten Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von fünf Billionen US‑Dollar.

Anleger stellten sich laut Hartnett zunehmend auf solides Wachstum im Jahr 2026 ein. Erwartet werden fallende US‑Zinsen sowie marktfreundliche Maßnahmen von Präsident Donald Trump. Gold fungiere dabei als Absicherung gegen das Risiko, dass expansive Geld- und Fiskalpolitik die Inflation erneut anheizen könnte.

Zugleich liefen chinesische Aktien 2025 den US‑Indizes deutlich davon. Der MSCI China legte um 33 Prozent zu – befeuert durch Optimismus über die Wettbewerbsfähigkeit bei generativer KI nach dem Aufstieg von DeepSeek. Im dritten Quartal war China der stärkste Aktienmarkt weltweit: Der CSI 300 gewann in Euro gerechnet über 20 Prozent.

Trotz der Erholung bleibt Bruno Lamoral, Portfoliomanager bei DPAM, verhalten. Die Immobilienbranche habe sich zwar stabilisiert, doch eine schwache Binnennachfrage und Überkapazitäten belasteten weiterhin.

“Peking bremst Preiskämpfe und stützt die Nachfrage – etwa durch höhere Mindestlöhne.”

Entscheidender seien jedoch die globalen Verschiebungen: China baue seinen Einfluss über Energie- und Rohstoffpolitik aus und arbeite an einer rund 3.000 Kilometer langen Gaspipeline aus Russland.

Energie bleibe laut Lamoral zentral für Chinas Technologieambitionen. Die Stromproduktion habe sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt und liege inzwischen über der Summe aus USA, EU und Indien. Präsident Xi plane, die Wind- und Solarkapazitäten auf das Sechsfache des 2020er‑Niveaus zu erhöhen und China zum größten Atomstromerzeuger der Welt zu machen. Derzeit entstünden 30 Reaktoren – fast jeder zweite weltweit.

Neben Energie sichere sich Peking auch über strategische Rohstoffe Einfluss. “78 Prozent aller US‑Verteidigungssysteme sind von chinesischen Exportverboten betroffen”, so Lamoral. Damit pariere China die frühere US‑Maxime “Unsere Währung, euer Problem” mit “Unsere Ressourcen, euer Problem”.

Die geopolitischen Spannungen bleiben hoch. Der Fall TikTok zeigt zwar, dass Washington und Peking weiter miteinander reden, doch das Eskalationsrisiko bleibt. Die USA hielten zuletzt 400 Millionen US‑Dollar Militärhilfe für Taiwan zurück und drängten Europa über die UN‑Generalversammlung zu einer härteren Linie gegenüber Russland und China.

Lamoral warnt, jede neue Provokation oder das Überschreiten “roter Linien” könnte die Lage – und damit die Märkte – rasch zuspitzen.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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