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Nach einem Kursrückgang gerät Microsoft unter Druck. Analyst Jordan Klein spricht dennoch von “geschenktem Geld”. Azure profitiert weiterhin von OpenAI – und der Markt könnte Nachzügler belohnen.
Kurz zusammengefasst:
- Nach starkem Anstieg hat die Microsoft-Aktie zuletzt nachgegeben.
- Zuletzt stand der Kurs bei rund 515 US-Dollar.
- Azure profitiert von der steigenden Nutzung der Sora-App.
Die Aktie von Microsoft (Microsoft Aktie) musste zuletzt spürbare Verluste verkraften, obwohl sie seit Ende Juli deutlich zugelegt hatte. Für den Mizuho-Analysten Jordan Klein fällt dieser Rücksetzer jedoch zu heftig aus. Er hält die Aktie auf dem aktuellen Niveau sogar für “geschenktes Geld”.
Der Experte zeigt sich überrascht, dass Investoren das Papier wegen Unsicherheiten rund um das OpenAI-Geschäft unter Druck bringen. Zwar profitiert Microsoft von der engen Kooperation mit dem ChatGPT-Entwickler, gleichzeitig baut OpenAI eigene Rechenzentren auf und arbeitet mit Oracle (Oracle Aktie) zusammen.
“OpenAI verbrennt derzeit enorme Summen, um unabhängiger von Azure zu werden und langfristig die Gewinne selbst zu vereinnahmen”, schrieb Klein. Das sei jedoch eher ein Thema für 2027. Kurzfristig bleibe Microsoft der wichtigste Partner von OpenAI.
Azure profitiere zudem unmittelbar von der zunehmenden Nutzung der neuen Video-App Sora. “Wenn die Einladungen für Sora 2 zunehmen und die Produktion von Videoinhalten stark anzieht, wird Azure in den nächsten Wochen und Monaten direkt davon profitieren”, betonte der Analyst.
Die Befürchtungen, OpenAI könne mit neuen Produkten Microsoft oder Meta vom Markt drängen, hält Klein laut Marketwatch für übertrieben. Stattdessen wertet er die jüngste Schwäche als Gelegenheit. Zum Zeitpunkt seiner Analyse notierte die Aktie bei knapp 515 US-Dollar. Er rechnet mit einer Erholung im Oktober.
Zudem verweist der Analyst auf einen Trend am Markt: Viele Anleger rotieren derzeit aus den “Magnificent Seven” in neue KI-Profiteure wie Oracle, Bloom Energy oder CoreWeave. Angeschoben werde diese Bewegung teils durch FOMO, die Angst, Chancen zu verpassen. “Microsoft liegt zwar zurück, aber ein Portfolio braucht auch Nachzügler – man sollte nicht nur den aktuellen Highflyern hinterherlaufen”, schrieb Klein.
Seiner Ansicht nach haben die schwachen Kurse der vergangenen Wochen die Messlatte für den nächsten Microsoft-Quartalsbericht gesenkt – und damit die Wahrscheinlichkeit für eine positive Überraschung erhöht.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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